Singapur Tag 6

8.7.16

In dieser Nacht hatten sich Ratten in der Decke über uns einen Kampf bis zum Tod geleistet, ich habe ihnen den ganzen Tag beim fiepen zugehört oder sogar beim Kreischen, es ging so weit, dass ich mir einbildete, wie die Ratten eine andere Ratte töteten und sie über der Decke entlang in eine Ecke zogen … vielleicht war es auch nur Essen… Ich schlüpfte in Lennarts Bett, da konnte ich wenigstens an irgendwas außer an Ratten denken.

Ebenso sanft würden wir geweckt, nämlich von ominösen Kotzgeräuschen aus dem Bad nebenan …
Also kurz um der Tag startete nich perfekt, aber wir machten uns nach einem kleinen Frühstück auf nach China Town um noch das Beste daraus zu machen. Wir gerieten in einen schweren Regenschauer, es schüttete aus EImern, in Deutschland gibt es sowas nicht, es tat sich förmlich der Himmel auf und lies alles raus, was ihn beschwerte…
Wir warteten unter irgendeinem Hausdach und gelangten irgendwann doch relativ trocken nach Chinatown. Wir sahen in einen indischen Tempel, in dem gerade eine Zeremonie stattfand … wunderschön, die athmosphäre in Tempeln.
Nicht weit davon besuchten wir einen Chinesischen Tempel – voller Gold & Schmuck. Nicht weit entfernt lag auch das arabische Viertel, in dem alle das Ende eines Ramadan feierten. Sie kamen aus einer weißen Moschee mit goldenen Zwiebelförmigen Dächern. Schließlich gelangten wir in das Indische Viertel “ little India“ wo wir endlich etwas aßen. Zuvor hattte ich Lennart ewig von meinem Hunger berichtet,a ber er wollte unbedingt erst im indischen Viertel essen… So wandelte sich mein Unmut noch Meilen weit zu gehen, obwohl es hier überall Essbares gegeben hätte, in tiefes schweigen. Das Restaurant war klein un dein Bollywood Film lief im Fernsehn. Endlich brachte man uns Essen auf einem Tablett. Hühnchen, Reis und einige Soßen waren auf diesem angerichtet. Wir bekamen Löffel und gabel, weil man uns ansah, dass wir nicht von hier waren ( eigentlich isst man das mit den Fingern). Das Essen war gut, dazu gab es einen Lassi und ich war satt und zufrieden. Mit der U-Bahn fuhren wir dann direkt zum botanischen Garten Singapur. Von der Bank aus, auf der wir saßen, konnte man ettliche bunte Schmetterlinge fliegen sehen. Sie waren unglaublich elegant und verleiteten zu Tagträumen. Beim spazieren bewunderten wir außerdem Grillen, Kolibris sowie Eichhörnchen und prachtvolle Pflanzen. Wir traten den Heimweg an, da wir schon ganz schlapp waren vom vielen spazieren. Im Hotel entschieden wir uns trozdem dazu auf ein angekündigtes kostenloses Jazz Konzert zu gehen. für 1 $ kaufte ich mir Popcorn und wir lauschten der Musik der sympathischen Sängerin, während im Hintergrund der Singapur river schimmerte, durch die Lasershow des Marina Bay sands bestrahlt.

Nach dem Ende des onzerts gingen wir zu den Super trees um unser letztes Geld loszuwerden. Für 18$ tranken wir ein Glas Wein auf der Spitze eines dieser Bäume.
Ein Glas in der Hand, ein atemberaubender Ausblick über die funkelnde Stadt. Alle sehenswürdigkeiten strahlten uns entgegen, Das Hotel, der Fluss, die Gewächshäuserkuppeln, die Formel 1 Strecke, das Riesenrad und der Hafen. Sterne sah man keine, weil die Stadt so sehr strahlte.  Zuhause sanken wir müde ins Kissen, und in wenigen Stunden würden wir uns schon auf machen nach Bali…

Lg
Reisemelli

 

 

 

 

 

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In den Fängen der Chinesischen Maffia

Es ist schon über ein Jahr her, dass ich nach Singapur gereist bin, aber an dieses Erlebnis erinnere mich, als wäre es gestern gewesen.

Die Dunkelheit legte sich über Singapur wie ein schweres Laken. Das Leuchten der Stadt mag romantisch gewirkt haben, doch der Schein trügte.
Ein Mann – Mitte 20 – setzte sich neben uns, an ein Tischchen im unteren Bereich der Terasse. Seine Rolle im laufenden Gespräch etwas später sollte ein ständiges Schweigen sein. ein CHinese setzte sich neben ihn und der Dialog – oder besser Monolog – begann als sich ein Freund des Chinesen breitschultrig in den Ausgang stellte, um ihn zu versperren. „Hello“ – niemand wusste, wer gemeint war. „Where are you from? Afrika? Russia? Poland? Next time when you visit Asia you will respect the People“ Der Chinese wirkte, als würde er im nächsten Moment auf den Mann los gehen oder einfach eine Pistole zücken…“ Because Asians are more intelligent than you “ Nichts… Der vermeintliche Russe schwieg und trank seinen Kaffee “ You can’t come here and rule this country“ Lennart und ich sahen uns an und wir wollten gehen, doch der Typ der im Ausgang stand sah nicht aus als würde er uns durch lassen, also blieben wir still und klein wie Mäusschen. „Next time we will put you in jail … you will rott in jail…“ “ If you ever come back and abuse our people again…“ „… you will rott in Jail“ Der Junge Mann stand ruhig auf “ Yes go back to your room!“ Und er ging an dem skeptischen, selbsternannten Türsteher vorbei. Beim Anblick des futuristischen Singapur hätte das auch eine Szene aus einem neuen James Bond sein können. Die Protagonisten verschwanden, zurück blieb ein verzweifeltes Lachen der Statisten – uns & ein paar Fremden – was war denn das ?

Lg
Melli

Fotos

Mh also ich habe mich bis jetzt ja meist recht streng an die Regel gehalten, dass ich keine Bilder hochlade auf denen man mich erkennt … mittlerweile ist mein Blog aber vom Tagebuch eher richtung Reisetagebuch geschwenkt und es gehen mir viel zu viele persönliche Momente flöten, wenn ich die Bilder mit mir aussortiere… Essen ist z.B. eigentlich immer nur mit mir zu sehen ^^ deshalb gibts jetzt auch Beiträge mit mir… nur so als kurze Info ^^

Lg Melli

Thailand

Uuuuuuunnnd schon wieder geht es weit weg 😉
Ich habe tatsächlich meine Familie Überredet mit mir nach Thailand zu fliegen im Frühjahr, die genaue Route weiß ich noch nicht, ich werde auf jeden Fall 2 Wochen vor meiner Familie schon in Thailand sein, ich möchte nämluch auch noch etwas Abenteuer mitnehmen und meine Familie ist ja doch noch eine Reiseanfängertruppe, die ich nicht mitten in den Regenwald stecken werde 😉
Auf jeden Fall ist die Vorfreude jetzt schon riesig ^^
Falls ihr Empfehlungen oder Tipps habt sagt gerne Bescheid 😉
Lg Melli

Das Studium

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Mittlerweile hat das Semester ja schon fast vor einem Monat begonnen und ich sag es euch, ich spüre es kribbeln in meinen Händen bei jeder praktischen Tätigkeit, die ich mache. Die meisten Stunden, die ich in der Uni verbringe sind im Rahmen eines praktischen Kurses, dem TPK. Am Phantom nehmen wir Abdrücke und gießen sie mit Gips aus, schleifen an Modellen rum und bilden Zahnhöcker aus wachs.
Links und Rechts höre ich es stöhnen “ Nicht schon wieder “ “ noch 4 Stunden“ und ja, es ist wirklich anstrengend gefühlt 10 mal den selben Schritt zu machen bis er endlich gelingt. Aber irgendwie finde ich gefallen an den Tätigkeiten. Ich bin ja sowieso eine Basteltante und vielleicht fällt es mir dadurch auch etwas leichter diese winzigen Arbeiten zu erledigen. Glück gehabt, denn wenn man zwei linke Hände hat, ist es wahrscheinlich deutlich schwieriger. Außerdem ist es dann noch teurer, denn man muss die Materialien ja selbst zahlen, um so dümmer man sich stellt um so ärmer ist man am Ende des Kurses.
Ich habe mir jetzt überlegt an einer Bewerbung um ein Stipendium teil zunehmen 😉
Ich überlege noch was ich schreiben soll, am Ende geht es auf jeden fall darum Stimmen zu sammeln da hoffe ich natürlich auch auf euch, wenn es soweit ist, stelle ich den Link online und dann würde ich mich freuen wenn ihr den Weg zu meinem Unigeld einen Schritt kürzer macht mit einem Klick und viellleicht dem Klick der Angehörigen und den Klicks der Frisöre der Angehörigen und den Klicks der Kinder der Frisöre der Angehörigen und deren Tanten und Opas, Omas, Katzen, Mäuse etc.  XD

 

Liebe Grüße
Melli

China Tag 2: Von Palästen, Tempeln und Peking Ente

Ich kann mich noch genau erinnern, wie wir am Sommerpalast angelangten, das Wetter war schön und ohne den Smog wäre der Himmel sicherlich strahlend blau gewesen. Wir gingen einige Stufen hinauf und wandelten an einem Künstlichen Flusslauf entlang, an dessen Seiten sich viele Steinerne Behausungen reihten. Heute wohnte dort keiner mehr, statt dessen hatte man die Räume nun zu kleinen Souvenirläden umfunktioniert. Wir spazierten über einen steilen Hügel, der gespickt war mit kleineren Tempeln und schönen Mauern. Auf der anderen Seite kamen wir an den längsten Wandel weg Pekings, oh ja es wäre traumhaft gewesen dort alleine vor sich hin zu wandeln und einfach das Sein zu genießen ^^ Diese Art Gang mitten unter freiem Himmel war mit aufwendigen Malereien verziert und führte am Ufer eines Sees entlang. Wir spazierten zurück auf den Hügel, an einem anderen Aufstieg natürlich und gelangten zu den bekannten Toren und dem Haupttor. Wenn man darüber nachdenkt, dass es zu Zeiten der Errichtung des Tempels noch keine Bagger und Kräne gab, dann wirkt der Boden auf dem man steht und das Tor das sich über einem wölbt schier unmöglich. Ebenso unmöglich wie unwirklich war der Ausblick, den man von dort Oben über den ganzen Palast hatte. Anschließend machten wir uns gleich auf den Weg zum Lama Tempel. Da ich (mal wieder) Hunger hatte aßen wir vor dem Eingang eine Art chinesischen herzhaften Pfannkuchen. Ich war begeistert von der fremden Art der Zubereitung.
Zuerst sah es aus als würde die Dame einen crepe´machen, den sie mit Sesam bestreute und umdrehte, dann bestrich sie die neue obere Seite mit Ei und einer scharfen Paste, legte Frühlingszwiebel und Koriander in die Mitte und darauf noch irgendeinen großen knusprigen Keks (etwas wie Knäckebrot) , dann faltete sie den Pfannkuchen Außenrum und knickte das ganze einmal in der Mitte.

es schmeckte köstlich ! Und das obwohl ich wirklich keinen Koriander mag … es war schön heiß, scharf un hatte biss, wegen des Kekses und des frischen Gemüses… mhh
Wenn ich nur daran denke bekomme ich schon Hunger 😉

Im Tempel selbst erlebte ich wieder das wundervolle Gefühl ein Teil der Tempelatmosphäre zu werden. Es ist ganz anders als in unseren Kirchen. Unsere Kirchen vermitteln meiner Meinung nach eher ein drückendes Gefühl, höchstens wenn es hoch gelegene Fenster gibt kann die eigene Seele sich dahin ausbreiten. Ein Tempel ist wie ein Atelier für einen Künstler, er schafft Raum in deinem Kopf in dem man einen Blick auf seine Seele werfen kann und in kurzer Zeit wird einem so vieles Klar. Man fast Entschlüsse und überdenkt Entscheidungen und hat danach oft das Gefühl sich jetzt richtig entschieden zu haben.
Ich glaube an keinen Gott und auch an keine Religion, aber ich muss schon sagen, was ein Tempel mit einem macht kann man auch als ungläubige Person wahrnehmen. Es ist wie meditieren. Nur das Meditieren zuhause schwer fallen kann und im Tempel passiert es einfach. Mag es an den tausenden Räucherstäbchen oder den Klängen der Klangschalen liegen, aber so tief in sich hineinzuschauen und näher an das „Sich selbst Verstehen“ zu rücken ist unbezahlbar…

Ich lernte, dass man Räucherstäbchen nicht auspusten durfte, sondern nur ausschüttlen, das gestikulierte mir eine Frau im Tempel. Im hinteren Bereich der Tempelanlage stand der größte Buddah, der je aus einem einzigen Stück Holz gefertigt worden war. 30 Meter ragte er in die höhe.

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Unsere Reise hatte noch kein Ende genommen an diesem Tag, wir furhen weiter zum Himmelstempel. Dieser Tempel hatte weniger Atmosphäre, denn es waren viele Menschen dort, in der mitte der Anlage stand ein großer tortenförmiger Tempel und etwas weiter befand sich eine art Altar, in dessen Mitte wenn man stand hätte man von jedem Punkt des runden Randes aus ein Flüstern hören können, doch es waren zu viele Leute da und man hörte sozusagen nichts ;P

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Eigentlich wollten wir direkt Beijing Duck essen gehen, aber ich wollte noch zum Perlenmarkt wo ich fleißig um einen Kimono, eine Teetasse und Jasmintee verhandelte.

Dann, als sich mein Magen schon beschwerte vor Hunger machten wir uns auf den Weg in einen Hutong (altes viertel), wo wir ein ganz spezielles Restaurant suchten, in dem es angeblich die beste Ente der Stadt geben sollte. Wir fanden es recht schnell, vor der Tür standen die unterschiedlichsten Stühle auf schottrigem Boden und auf den Stühlen saßen wartende Gäste, die noch keinen Platz im Restaurant gefunden hatten. Man wurde auf eine Warteliste gesetzt und man kam erst in das Restaurant hinein, wenn es auch jemand verließ. Aber die wartenden Chinesen waren so freundlich und ließen uns Vorrang, sodass wir nicht all zu lange warten mussten

Fortsetzung folgt …

Lg. Melli

 

 

 

Würzburg

Eine Stadt, die mein Herz im Sturm erobert hat.
Vor etwa 2 Wochen bin ich hier her gezogen und ich fühle mich hier so wohl, dass mir das Wort „Zuhause“ rausrutscht.
Wieso ? Weil ich mich hier so unglaublich gut auf meine Laune Konzentrieren kann.
Ich starte den Tag wenn ich von der Sonne geweckt werde, ich mache mich fertig, oder bleibe in Jogginghose, ich esse, was da ist, mache mir ein Ei oder zwei und gehe in den Sonnigen Park voller Kastanien und dem Geruch nach frischem Herbstlaub. Dort lese ich dann eine Stunde oder zwei und spaziere wieder zurück in mein kleines eigenes Reich, zu meinen super Mitbewohnern, die für und mit mir kochen, ein Glas Wein trinken, mit denen ich dann Tee trinke und horror Filme schaue bis ich ins Bett falle und wieder bis zum Morgengrauen schlafe. Jeder Tag ist wie ein kleiner Urlaub ^^
Ich weiß, das bleibt nicht für immer so, die Uni beginnt und ich muss wieder in die Lernerei reinkommen… aber bis dahin genieße ich es noch und auch wenn wir dann alle lernen, schreit es hier nach Vielen tollen Abenden ^^
Lg,
Melli
alias Pinki^^