Urlaub Nachtrag

Seit einigen Tagen fehlt dieser Eintrag… Meine Lieben ich war ja im Urlaub…
Ich war nicht irgendwo im Urlaub, nicht in einem teuren Hotel, mit einem weißen Sandstrand, türkisem Meer und netten Leuten…
Nein, Ich war im Himmel zum Urlaub machen …

Ich kann es gar nicht beschreiben…  Jeder Zentimeter der Riesigen Hotelanlage war sauber, jede Blüte war ausgerichtet, jeden Morgen so gegen 7 sah man etwa 100 Angestellte, die das Hotel auf Vordermann brachten, die einen strichen die Wände, die anderen spülten die Fließen, wieder andere stellten die Stühle der etlichen Restaurants ordentlich an die Tische… Und das jeden Morgen … ihr könnt euch vorstellen, dass nicht ein einziger Makel vorzufinden war, denn eine absplitternde Wand existierte Höchstens 24 Stunden XD

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Mhhh *.* Es gab 6 Restaurants um dieses „Zelt“, das ihr da im Pool seht, das „Zelt“ selbst war eine super tolle Pool Bar. Am aller besten war das Sushi Restaurant, das wie die anderen rund um die Uhr geöffnet war 😉

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Mein Tagesablauf richtete sich eigentlich nur nach einem … ESSEN … Morgens stand ich auf und aß, begab mich an den Pool, lag ein wenig rum, stattete meiner liebsten Bar einen Besuch ab, quatschte lange und ausgelassen mit den charmanten Barkeepern, und wartete auf meine Mama, die mit mir den ein oder anderen gin fizz genoss… wir schlenderten dann alle 4 zum Mittag essen und sprangen danach oben in den Pool, schwammen 300 Meter die wundervollen Pools entlang. Da ich das Schwimmen nicht nur zum Plantschen nutzte, sondern eher zum Ausgleichen des übermäßigen Essenskonsums, kam ich meist als erste an, stieg aus dem Wasser und trank sudeliges, kaltes Zitronenwasser… Hatten mich die anderen eingeholt, stieg ich wieder zurück ins Wasser und wir schwammen weitere 350 m Richtung Meer … wenn man so entlang schwamm, konnte man direkt auf das Meer Blicken und so geschah es meist, dass ich direkt vom Pool in das Meer hüpfte um dort die vielen bunten Fische zu beobachten … Anschließend gab es Sushi… 14 Tage lang Sushi… das war wunderbar 😉 In München wäre ich bei den Mengen wohl pleite geworden 😛  Wenn sich der Tag dem Abend neigte, ging ich oft am Strand spazieren, oft allein.

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Wundervoll, das Rauschen des Meeres, der Salz Geruch im warmen Lufthauch und der Sand zwischen meinen Zehen. Ich dachte nach, viel über dies und das, über mich, dich, uns, gestern, morgen, heute… über Ziele, die keine mehr sind, über Regeln, die für mich keine mehr sind, über die Grundsätze, die sich immer wieder neu formulieren… natürlich fand ich Antworten… manche einleuchtend, manche ein Bauchgefühl und wieder andere eine Zahl.

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Einige meiner Bauchgefühle sollten sich später noch als pures Gold erweisen, sie retteten mich mal wieder davor etwas zu tun, das ich ansonsten bereut hätte.
Zurück im Hotelzimmer warf ich mich in Schale, etwas was ich gerne tue, immerhin habe ich zuhause selten Gelegenheit dazu, ich kann ja schlecht mit einem Abendkleid in die Schule rennen 😛
Es gab wundervolles Abendessen abgerundet mit dem perfekten Wein … *hach*

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Eines Abends setzten sich meine Schwester und ich noch in die Lounge, ich war doch froh, wenigstens hin und wieder Laut geben zu können und meinen Freunden von den Erlebnissen der Tage zu erzählen. Gegenüber von uns setzte sich eine grölende Horde Engländer, die ohne Vorwarnung mit einem Gespräch begannen… sie fragten uns, woher wir kämen … MÜNCHEN ;P die erste Reaktion darauf war natürlich „Oktoberfest“ XD naja sie deuteten einen Platz hinüber und meinten er käme auch aus München… Er .. wer er ? naja das sollte ich nachher noch herausfinden, denn vorher belagerten die Engländer mich noch mit fürchterlich schlechten Sprüchen ;P Gott sei Dank, gingen sie irgendwann einfach 😉 Ich kam wie zu erwarten gut ins Gespräch mit „Ihm da“
Warum? … Ich weiß nicht, wir begannen zu reden und ich hatte da diese Vorahnung *Das muss doch ein Nerd sein*
… Joa letzten Endes lief das Gespräch darauf hinaus, dass er, obwohl er keineswegs schüchtern erschien, zur Spitze der Nerds gehört… Ich meine da gibt es die einen, die einfach viel Zocken und ein passendes Interessenfeld vertreten … und dann gibt es die Anderen, die zuhause sitzen und einfach mal so n Roboter programmieren… -er gehört zu den anderen.

Die folgenden Tage wurden dementsprechend lustig, wir unternahmen viel, fuhren Tretboot, weit hinaus aufs offene Meer, gingen Nachts noch am Strand spazieren und schwammen im Meer, tranken morgens Kaffee und aßen Mittags Sushi … Eine gewisse Romantik mischte sich natürlich ein … Ich hatte ein gutes Gefühl …. eigentlich war ich ziemlich überzeugt gewesen, denn er hatte so ziemlich alles, was ein Interessanter Mensch für mich braucht…

Spoiler:
Ich werde zum Scheitern unseres Verhältnisses keinen eigenen Beitrag verfassen, das wäre zu langweilig … es fehlte dann doch irgendwas, und genau dieses Irgendwas macht in meinem Kopf ein Top oder Flopp aus… Momentan sieht es aber so aus, als könnten wie zumindest eine Freundschaft halten, ich würde es nämlich sehr bedauern, wenn er mir nicht einmal in dieser Hinsicht eine Bereicherung bleiben könnte…
Spoiler Ende

An einem dieser wundervollen Tage beschlossen wir ein kleines Abenteuer zu machen, meine Schwester, mein Papa und ich liesen uns auf eine Runde Parascending ein 😉

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Es ist das Fliegen, nach dem man sich so sehnt … frei, immer kurz vor dem Fall
Freiheit für einen Moment… bis man fieser weise ins Meer hineingetunkt wird um kurz darauf wieder herausgezogen zu werden und noch einmal den Wolken nah zu sein. XD

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Naja irgendwann neigte sich auch mein Urlaub dem Ende zu …
Ich hatte mit dem halben Personal Freundschaft geschlossen und einem der Nachwuchsköche war ich besonders ans Herz gewachsen… eines Abends schlenderte ich wieder am „Show cooking“ vorbei als auf einmal die halbe Küchenmannschaft auf mich zu rannte und mich zu laberte von wegen “ er wartet schon den ganzen Tag auf dich, wo warst du gestern, er hat schon gedacht du bist abgereist“ Unwillkürlich musste ich grinsen…  Ich erzählte, dass ich in einem der a la cart Restaurants gewesen war und nicht gewusst hatte, dass er auf mich gewartet hatte … geschweige denn hatte ich gewusst, dass ich ihm aufgefallen war …
So unterhielten mein Liebster Koch und ich uns jeden Abend, die Gäste die hinter mir in der Reihe standen waren schon mega an genervt, da Nikos sein Arbeitstempo beim quatschen immens reduzierte XD

Am letzten Abend war der Abschied wirklich schwer, ich sagte Auf Wiedersehen zu meinen zwei liebsten poolbar-barkeepern, die mich immer mit „beautiful“ betitelt hatten, von meinem Kaffee Menschen, der jeden Morgen sein Leben riskierte, um mir aus einer höllisch heißen Kaffeemaschine Kaffee zu machen, von meinem Pizzabäcker, der jeden Morgen, Mittag, Abend Pizza für mich gebacken hatte, von Schatzi, wie wir uns nannten, von meiner liebsten Omelette Köchin und von Nikos… zum Abschied drückte er mir ein kleines Päckchen in die Hand… es enthielt ein Armband in meiner lieblings Farbe … Ich trage es oft und denke an die wundervolle Zeit zurück …

Doch alle schönen rationalen Dinge müssen Enden, damit sie anderen schönen Dingen nicht die Chance nehmen ihr Gesicht zu zeigen.

Wenn ich des Alltags müde bin, schließe ich die Augen und bin für einen Moment wieder da, wo Träumerinnen, wie meine eine, eigentlich Hausen müssten…

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Lg

Eure Melli 🙂