Epochen – Aufklärung v.s Sturm und Drang

Eine Gegenüberstellung, wieso das denn?

Erstens Mal, weil das bei Aufklärung und Sturm und Drang wunderbar funktioniert und Zweitens… weil ich gerade den Barock Artikel geschrieben habe und dafür weit über eine halbe Stunde gebraucht habe, was definitiv nicht der Sinn von iener “ schenellen Zusammenfassung der Epoche“ war XD.

Also wie man es sich schon denken kann,- allein vom Namen, sind deise beiden Epochen sehr Gegenteilig.

  • Aufklärung ( 1720-1800)
    • Basissatz
    • Grundsätzliches
    • Menschenbild
    • Literarisches Leben
    • Sprache, Stil, Themen, Formen
    • Textbeispiel

Aufklärung

In der Aufklärung steht die Universale Vernunft im Mittelpunkt und so lässt sie sich am besten durch Immanuel kants Worte beschreiben: “ die Aufklärung ist der Ausweg des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“
~ Ich glaube so hieß das ^^

Grundsätzlich:

Das Ich emanzipiert sich von Gott, so auch die Natur, die vor allem empirischen Untersuchungen dient. Um die Bürger weiter von Gott zu emanzipieren, legen sie sich selbst eine “ Pflicht zur Bildung“ auf, wodurch das Bürgertum erstarkt und zum (fast) ersten Mal auch Forderungen stellt zu Toleranz und Gleichheit vor dem Gesetz. Wer ein bisschen in Geschichte aufgepasst hat, weiß, dass diese Forderungen nach den „Menschenrechten“ klingen, die u.a. in der Französischen Revolution (1789-99) ihren Ursprung finden.
Die Literatur nimmt zudem eine lehrernde, belehrende Rolle ein, wie man z.b. am typisch klassischen Werk Gotthold Ephraim Lessings sehen kann.

 

Menschenbild:

Der Mensch gilt als von Natur aus gutes Wesen –Meiner Meinung nach für eine so Aufklärerische Rationale Zeit, ganz schön optimistisch
Und der Humanismus wird in den Vordergrund gerückt („haltung die von Würde des Menschen geprägt ist“) Des Weiteren kann sich ein Mensch auch nur richtig durch Bildung selbst entfalten.

 

Sprache Und Stil:

Als erstes Bsp. fällt mir hier direkt die Verwendung von Parabeln auf, wie z.B. der Ringparabel von Lessing ( Nathan der Weise), denn diese bringen den einfachen Bürgern oft eher komplizierte Moralfragen Näher. Auch einfache Sprache wird heirfür verwendet.

 

 

Textbeispiel:

Kurz um: alle Religionen sind gleich wahr / unwahr, denn sie kommen ja alle vom Gleichen Ring. Dass es um die Weltreligionen geht, geht aus den vorherigen Figurenkonstellationen vor.

 

Sturm und Drang ( 1765 – 1785)

Etwas später als die Aufklärung und doch parallel zu dieser entwickelt sich die Epoche des „Sturm und Drang“, die genau das ist, wonach sie sich anhört. Die Menschen drängen nach Freiheit, das Herz gewinnt wieder mehr an Bedeutung, sie sind verliebt in die Natur, welche Quelle für Kreativität ist. Dichter gelten als Genies und es zählt vor Allem, Spontanität, Emotionalität und Individualität statt Autoritätshörigkeit. Dennoch gibt es immernoch UNgleichheit und Standesschranken und Absolutismus.
Der Sturm und Drang gilt als literarische Revolte gegen genau diese Autorität.
( auch die Aufklärung ist gegen den Absolutismus)

Grundsätzliches:

“ Vorrang des Wollens vor dem Sollen“ Im Gegensatz zur Aufklärung wo eher das Sollen wichtig ist. Es kommt also auch zu einer Wendung gegen den fortschrittsoptimistischen Rationalismus der Aufklärung.

Menschenbild:

Der Ideale Menshc ist aus alle Fälle natürlich und weitgehend unverbildet, sodass er ein hohes Maß an Individualität hat. Dennoch gibt es auch eine Weiterentwicklung zur Aufklärung, denn Herz und Verstand müssen sich nicht ausschließen und dürfen sich bedingen.

Sprache und Stil:

Kraftausdrücke und Dialektik dienen zum Ausdrücken der natürlichen Sprache, wobei die meisten Werke sehr gefühlsbetont und leidenschaftlich geschrieben sind auch durch die häufige Verwendung von Ausrufen und hoher Bildlichkeit.Außerdem ist anzumerken, dass aus der früheren Form des geschlossenen Drama( Einheit in Ort, Handlung und Zeit) nun das offene Drama entwickelt wurde, welches wiederum viel Mehr Freiheiten lässt.

 

Text Bsp.:

Goethes Rastlose Liebe

Dem Schnee, dem Regen,
Dem Wind entgegen,
Im Dampf der Klüfte,
Durch Nebeldüfte,
Immer zu! Immer zu!
Ohne Rast und Ruh!

Lieber durch Leiden
Möcht’ ich mich schlagen,
Als so viel Freuden
Des Lebens ertragen.

Alle das Neigen
Von Herzen zu Herzen,
Ach, wie so eigen
Schaffet das Schmerzen!

Wie – soll ich fliehen?
Wälderwärts ziehen?
Alles vergebens!
Krone des Lebens,
Glück ohne Ruh,
Liebe, bist du!

 

Was einem hier sofort ins Auge fällt ist, dass dieses Gedicht, anders als in aufklärerischen Werken, keine Lehre beinhalten – zumindest keine für den Verstand.
Des weiteren kann man in nahezu jedem Vers Wörter aus dem Wortfeld der Gefühle finden ( blau)
Mit dem Wortfeld kann man sich im Sturm und drang wirklich sehr gut beschäftigen 🙂
Denn zusätzlich sind Verben zu finden, die den Drang nach Freiheit verdeutlichen ( grün)

Auch das Motiv der Natur ist klar erkennbar (Orange)
Zu guter letzt kann man auch die doch sehr kurzen Sätze unter die Lupe nehmen und ihre Satzzeichen 😉

 

 

~ Ende

Viel Erfolg

Melli ;*

Shakespeares‘ einleuchtende Geheimsprache

“ ich versteh kein Wort von dem Scheiß“

… Ja ich verstehe auch kein Wort, wenn ich die englische Version lese… aber bin ich eigentlich die Einzige, die sich nicht all zu schwer tut beim Lesen seiner deutschen Schrift ?

Ich habe sogar ein par wundervolle Zitate gefunden :

Macbeth: “ Wenn das Schicksal mich als König haben will, nun, dann mag mich das Schicksal ohne mein Zutun krönen „

Macbeth: “ Komme, was kommen mag. Zeit und Stunde löschen den rauhesten Tag aus.“

Malcom: „Nichts in seinem Leben stand ihm so gut, wie es zu verlassen“

Tut mir leid, aber ich bekam beim Lesen dieser Zeilen Gänsehaut vor lauter Freude über das Geschick, das beim Reihen dieser Worte bewiesen wurde.

diese Zitate merke ich mir, ich würde sie nämlich genau so formulieren, wenn er es nicht schon für mich getan hätte …

Liebe Grüße,

Melli