China Tag 1: Jetlag bekämpfen

Am ersten Tag unternehmen wir immer viel, wenn wir reisen, man muss sich ja irgendwie selbst überlisten, man ist müde und geschafft und hat keine Lust mehr, da muss man eben was spannendes unternehmen, statt sich zu langweilen und zu früh einzuschlafen… Wir gingen also in einen riesigen Park in Peking, den Beihai Park. Man muss ein kleines Eintrittsgeld bezahlen, aber das ist hier überall so. Im Park haben wir uns an einen Aussichtspunkt gesetzt und ich habe etwas geschrieben – in mein Reisetagebuch:
„ Der Eingang ist gerahmt von blühenden Kirschbäumen und weit fallenden Trauerweidenarmen. Ein Tempel reiht sich an den nächsten, alle in strahlenden Farben bemalt. Meist in Grün, Blau, Gold, Rot und Gelb, was die naturgegebenen Farben stimmig ergänzt. Geschwungene Dächer runden die Gebäude stimmig ab. Wandelwege führen um den Park in dessen Mitte ein künstlicher See liegt, auf dem viele Schiffchen schwimmen.“
Man sagt übrigens, dass die Männer eines Kaisers diesen See ausgehoben haben und die Erde zu einem Hügel formten, der jetzt ein markanter Aussichtspunkt ist. Danach gingen wir noch – ratet mal- essen … nur kleine Snacks, aber die waren auch ganz schön interessant. Einen lila Blätterteig- Reismehl- Ball, eine Quark Speise, kein, wie in einem runden Töpfchen aus Teig und einen saftigen Dumpling (Mit wahrscheinlich Spinat und Huhn drin) zum mitnehmen. Unser abendliches Getränk war ein kalter grüner Tee aus einer interessanten Flasche. Als der Abend da war fielen wir müde in unser Bett aus Stein.

 

Lg Melli

Hamburg und die Reeperbahn

So es geht wieder heim. Mit der Chaos-Deutschen Bahn bis nach München habe ich wieder 6 Stunden Zeit und sitze hier auf einem der einzigen 2 unreservierten Sitzplätze des Wagons … Diese blöde Reserviererei… an jedem Platz steht etwas angeschrieben, und die leeren Felder werden mit „ggf. reserviert“ beschriftet … ?! ggf? Wissen die also selber nicht so genau, ob da noch n Wichtigtuer kommt oder nicht ???… Das Internet geht natürlich nicht …

Die Klimaanlage ist auf „froze“ eingestellt und ich verwandle mich langsam aber sicher zu Eis. Ach ich liebe Bahnfahren . . .  Immerhin scheinen meine Sitznachbarn (Ja ich sitze schon wieder am 4er Tisch) normale Menschen zu sein – nur „Gesundheit“ sagen sie nicht. Aber nun zu was Schönerem.
Es war wirklich schön in Hamburg, wir sind mit einem Kanu über die Alster gepaddelt und haben den Abend in der Schanze und auf der Reeperbahn verbracht. Das reißt mich jedes Mal wieder richtig mit. Als Kind dachte ich immer, die Reeperbahn müsste wohl der schlimmste Ort Deutschlands sein, die ganzen Drogenabhängigen, Betrunkenen, der Schmutz, die Prostituierten und Freier. Doch Nachts ist es so viel mehr. So viele gut gelaunte Leute, so viel Miteinander, viel Kult und viele „Legenden“. Das Leben pulsiert hier, jeder hat so seine Sorgen, die er versucht für eine Nacht fortzudrängen und irgendwie geschieht es, dass man auf eigenartige Weise dadurch eine Kiezgemeinschaft wird. Man kann von Club zu Bar zu Bar ziehen und das verruchte im Menschen kennenlernen. Sex Drugs & Rock´n Roll triffts ganz gut. Überall blinken kultige Schaufenster Reklamen mit nackten Frauen und allen möglichen anderen Unterhaltungsangeboten (Sex kostet übrigens an manchen Stellen nur 39 € – das habe ich lange nicht gewusst… ganz schön günstig … hätte ich teurer geschätzt). Mh und dann gibt es da noch Mexikaner, ein wirklich genialer Shot, Tomatensaft, Tabasco und ich glaube Wodka ist da drin… das schmeckt echt gut … Aber man muss schon aufpassen auf der Reeperbahn, mit allen Mitteln verführt sie dich zu Abstürzen 😉 günstige Drinks, keine Eintrittspreise, Freigetränke, 2 für 1, Happy Hour, Drogendealer und so weiter und sofort, gut dass ich weiß, wo meine Grenzen sind und ich auch gerne mal weggehe ohne sie auszutesten. Manche Übertreiben es wirklich… also eigentlich ziemlich viele … deshalb muss ich auch sagen, St. Pauli macht bei Nacht auch nur leicht angeschwippst Spaß, oder mit einem Blick für Inspiration durch die menschliche Schwäche …

Dann läuft man an der Davidswache vorbei, der ältesten Polizeiwache der Welt mit den wohl zähsten Polizisten, die Nacht um Nacht das Selbe zu tun haben und spürt den Kult in den Gassen. Die Reeperbahn heißt ja so, weil dort Taue und Seile hergestellt wurden zu Seefahrerzeiten und die Männer, die nach wochenlangem umherreisen auf Hoher See dort ankamen, wollten neben Tauen natürlich auch Alkohol und Frauen. Und mit Alkohol und Frauen kam dann auch irgendwann die Ungerechtigkeit und schließlich eben auch die Polizei. Man sieht einfach wie alt dieses Modell von kurzlebigem Spaß schon ist… Jeder geht hin, hat Spaß und hat am nächsten morgen wohl Höllenqualen, aber statt daraus zu lernen, geht man am nächsten Abend gleich wieder hin. Warum?  Ich weiß es nicht, für mich wäre das kein Erfolgskonzept, aber ich ahne, warum es so viele in den Bann zieht. Käuflicher Spaß in jeder Hinsicht und das solange man will, Probleme sind ja nur die Tage, die Nächte sind ja Höhenflüge

Umzug No3 Finanzierung

Das ist ein heikles Thema, zwar ist es für mich keineswegs eine Katastrophe, wenn der Monat mal knapp wird, da meine Eltern mich nicht hängen lassen würden, aber ich möchte auch die eigene Finanzierung als einen Schritt in die Selbständigkeit sehen… ich möchte meinen Eltern nicht ewig auf der Tasche liegen und ich möchte mich nicht rechtfertigen müssen, wenn ich mir mal etwas gönnen würde, was vielleicht über meinem Budget liegt (Urlaub zum Beispiel). Zwar haben meine Eltern mir noch nie etwas derartiges vorgeworfen, aber ich kann nur von mir sprechen, wenn ich jemandem mtl. eine Summe Geld geben würde, damit die Person ihr Leben finanzieren kann, würde es mich unterbewusst ziemlich ärgern, wenn die Person sich von diesem Geld Luxus gönnen würde. Natürlich ist diese Denkweise beim Geld geben nicht gänzlich begründbar, aber ich denke das ist normal für einen Zielstrebigen, sparsamen Menschen. ;P  deshalb möchte ich versuchen so bald wie möglich davon weg zu kommen. Dazu brächte man natürlich einen Job, der neben dem anspruchsvollen Zahnmedizistudium machbar ist. Auf jeden Fall werde ich Nachhilfe geben, das mache ich schon recht lange und man bekommt genug Geld auf die Hand, um den Tag noch Essen organiseiren zu können. Nur kann man leider durch die Nachhilfe nicht das ganze Leben finanzieren. Ich würde gerne am Wochenende arbeiten, aber mal angenommen, ich arbeite 4 Wochenenden im Monat, wann fahre ich dann heim ? Das geht ja nur am Wochenende und ich hatte schon vor alle 2 Wochen mein München zu Besuchen… Naja Gastronomie ist ne gute Idee, da gibt’s ne Menge Trinkgeld und ich glaube dass die Arbeitszeiten recht flexibel sein können … Vom ersparten möchte ich nicht zehren… das ginge für eine Weile, aber ich möchte, dass dieses Geld ganz ungestört da liegen kann, um sich für die nächste Reise zu vermehren ( Wuhuuu wahrscheinlich so 150 ct im Jahr XD). Stipendien sind ne Möglichkeit…. nur welches, wie und wieso sollte ich das bekommen, ich könnte im 1. Semester richtig gut sein, dann hätte ich ne Chance auf ein Stipendium fürs nächste Jahr… aber ich brauche ja v.a. fürs erste Semester Geld, die Anschaffungskosten für die Materialien sind sehr hoch …. naja ich werde mich da wohl noch informieren, vllt gibt’s ja was… Am wahrscheinlichsten ist momentan aber wohl ein Studienkredit… Bafög Anspruch habe ich leider/Gott sei dank nicht. Den Kredit muss man sich natürlich gut überlegen, aber als angehende Zahnärztin glaube ich nicht, dass ich mir da Sorgen machen muss …
Das war ja jetzt recht viel gejammer, aber ich muss sagen, insgesamt geht es mir wirklich gut, ich mache jeden Tag einen Schritt nach vorne und das ist, was ich mir wünsche …

so jetzt hab ich schon  4 Seiten verfasst… und damit auch 4 Beiträge. vielleicht wird es Zeit für eine Künstlerpause
lg Melli

Umzug No2 Selbständigkeit

Zurück zum Thema Umzug. Ich freue mich schon sehr, dass ich in Würzburg etwas auf eigenen Beinen stehen kann. Alleine kochen, den Tag strukturieren, feiern, die eigenen 4 Wände ( solange mein Zimmer nicht rund ist, hat auch ein schuhkartongroßes Zimmer 4 Wände) und selber kochen.
Mir fehlt dazu aber ein bisschen das Haushaltsgeschick, deshalb mache ich gerade bei allem mit, was ich so entdecke…. momentan habe ich schon ein Waschbecken wieder zum ablaufen gebracht und an unserem alten Motorrad einen Ölwechsel durchgeführt … das ist ja echt easy ^^ ich meine das brauche ich jetzt nicht zwingend, aber immerhin kann ich sagen, dass ich Ölwechseln kann… ich hab aber gehört, dass das beim Auto doch schwieriger sein soll, aber für den Anfang reicht ja auch ein Motorrad…. wer weiß ob ich nicht vielleicht mal ein Mofa als fahrbaren Untersatz haben werde 😉 Dann kann ich es immerhin selber pflegen.
Den Siphon auszuleeren war noch einfacher, aber wirklich eklig… und ich weiß wovon ich rede… Ich werde in meinen Tätigkeiten im FSJ in der Pflege täglich mit Grenzsituationen konfrontiert, es geht hier um alles, was ein alter, kranker Körper so erzeugen kann, da ist Gestank und Klärwerkatmosphäre ganz vorn mit dabei … trotzdem… der Geruch aus dieser Rohrschlaufe der Hölle war eine absolute Nahtoderfahrung. Ich bin dafür, statt dieses bestialische Ding zu reinigen lieber nie wieder ein noch so kurzes Haar im Waschbecken zu versenken. Ist wohl für die verzweifelten Eltern hier auch ne gute Erziehungsmethode, einfach die eigenen Kinder mal den Siffon !!!!!!!!!!!!!!! ausleeren lassen, ich garantiere sie werden nie wieder irgendetwas außer dreckigem Wasser im Waschbecken runterspülen!
Apropos, kurze Mythenmetzsche´Abschweifung:
Neulich auf einem Seminar hing über jeder Toilette ein laminierter Zettel, auf dem stand, man solle keine Hygieneartikel in die Toilette werfen. Ich hab mich direkt lustig gemacht, weil ich dachte, das wäre klar und das würde sowieso kein Mensch tun … am selben Abend ging ich ins Bad und in der Toilette lag die Menge Abschminktücher, die Joker wohl gebraucht hätte … die idiotische ( der Name Gina ist sehr passend) Zimmermitbewohnerin die sowieso nie mit ihren Denkleistungen glänzt habe ich durchaus auf den Höhepunkt ihrer Dummheit hingewiesen…
Wahnsinn, es gibt tatsächlich Leute, die so dumm sind Hygieneartikel in die Toilette zu werfen und dann noch sogar Leute, die zu doof sind um den Hinweis, dies nicht zu tun, nicht lesen (können/wollen). Ich bin ja dafür, Gina nicht den Siphon vom Waschbecken reinigen zu lassen, sondern gleich das ganze Toilettenrohr…. es ist nämlich kein Spaß, wenn das mal verstopft o.O
All zu viel, hat das zwar nicht mit Selbtändigkeit zu tun, aber es ist ein Schritt in die Richtige Richtung … und ich muss auf jeden Fall Niemals einen Mann fragen, ob er mein Waschbecken repariert ;P Das wäre tatsächlich noch ekliger. Ich hoffe ihr habt einfach schlauere Mitbewohner/ Kinder/ seid selbst schlauer und könnt diesem Schicksal entgehen …

Lg Melli

Essenssuche im Schriftsalat

Ja der letzte Beitrag endete etwas abrupt, aber er war schon so lang, lieber nochmal das Essen beschreiben, wenn die Aufmerksamkeit da ist ^^
Also seid ihr alle wach ? Haltet euch fest, wer ein Talent dazu hat, kann meinen Worten ja nachschmecken, guten Appetit.
Das Essen kam dampfend auf unsren Tisch, 2 Teller, eine Suppenschüssel. Gierig aßen wir los. Auf keinem Teller sah man Reis oder Nudeln, es war sozusagen nur die Soße, aber viel gehaltvoller und intensiver als normal. Ein Gericht entpuppte sich als in Chilli gebratenes Rind, der Ganze Teller war voll von heißen, scharfen, grünen und roten Chilis mit einer Menge Rindfleisch (Oder Hund, das kann man ja nicht wissen, vielleicht schmeckt Hund ja wie Rind^^), welches in einer süß – scharfen Soße angebraten war. Der andere Teller enthielt auch eine Menge Chillis, aber dazwischen auch Bohnen und Zwiebeln und etwas zäherem, sehr schmackhaftem Fleisch. Ich aß und aß, bis ich dahinterkam, was es war, es waren Hünerherzen – na klar, die Form und Konsistenz passten perfekt. Ich esse auch zuhause gerne Innereien, also hatte ich mit dem Gericht auch nach der Entdeckung der Bestandteile kein Problem.
Aber dann war da noch die Suppe … Vorweg, Ich glaube das war die absolut beste Suppe meines Lebens.
Ich hatte durchs Türfenster der Oma zugesehen und ihrem Enkel, der die Nudeln kunstvoll durch die Luft geschleudert hatte. Die Meter lange Nudel war dann an einem Stück in die Suppe gewandert. Die Suppe war auch recht scharf, aber auch etwas ölig, man schmeckte einen hauch Ingwer und Zitronengras heraus und eine Menge Chili. In ihr schwammen eine Menge Schwammerl und anderes Wurzelwerk, und die Nudel war weicher als Nudeln wie wir sie kennen, dennoch keineswegs verkocht. Es war eine glitschige Angelegenheit diese Suppe mit Stäbchen zu essen. Suppe kam genug in den Mund durch die 10 Meter lange Nudel, aber man musste unweigerlich schlürfen zum Essen ! Die heiße Suppe rann die Kehle hinab und erfüllte mich sofort mit Glückseligkeit. Wirklich, diese Suppe verdient einen Preis … Besser geht’s nicht !!!
Wir waren Papp Satt und hatten leider nicht mal alles geschafft. Für solche Geschmäcker mache ich Urlaub, wenn ich ehrlich bin.

Lg
Melli

China Tag 1 Kulturschockliebe

Ich liebe dieses Gefühl eiskalt ins Gewässer „Kultur einer fremden Welt“ geschmissen zu werden. Das ist Urlaub für mich. Manche Menschen möchten ins Weltall, um mit der außerirdischen Welt Erfahrung zu machen. Allerdings denke ich, dass für die meisten Menschen das Nachbarland schon fast außerirdisch scheint. Eine andere Sprache, gänzlich andere Sitten, die leicht fehlinterpretiert werden können und eine völlig fremde Küche. Wer denkt er habe in Deutschland schon mal Chinesisch gegessen, hat sich wahrscheinlich getäuscht… Diese gebratenen Nudeln im Papkarton gibt es dort nicht und auch Glückskekse sucht man vergebens. Reis ist auch nicht wie zu erwarten in jedem Gericht, es ist sogar unhöflich Reis zum Essen dazu zu essen, oder gar zu bestellen. Die Sprachbarriere ist unerwartet hoch in China, denn nur wenig Leute dort sprechen Englisch und das meist gebrochen. Ich war ja in Peking und Shanghai, also in echten Riesenstädten und sogar da war das Englisch wirklich notdürftig. Um sich die Größe der Stadt Peking besser vorstellen zu können: Etwas weniger als die Hälfte der Schweiz und in diese Fläche ein Viertel der Deutschen Bevölkerung … Falls Wiki Recht hat ist die Besiedelungsdichte bei etwa 1279 Erwachsenen/ km² (Das ist nichtmal so hoch, München kommt auf etwa 1500 Ew./m², ist aber auch nicht annähernd so groß wie die halbe Schweiz)… Deutschlands durchschnittliche Besiedelungsdichte beträgt dagegen nur 226 Ew./km² … Lustig zu sehen, dass im Ländervergleich Deutschland dichter besiedelt ist als China, aber China ist Ja viel größer und in den ländlichen Gegenden wohnen ja auch nur wenig Menschen. Naja ums in Worte zu fassen 21,7 Mio (2015) Menschen wohnen in Peking. Es war also überwältigend den Flughafen zu verlassen, denn auf einmal steht man im dichten Smog, auf hundert Meter Entfernung wirkt alles grau und nach 3-4 Atemzügen ist der Rachen trocken wie ein Staubwedel. Man spürt richtig wie sich der Feinstaub im Hals ablegt … Und dann steht man noch inmitten von 21 Millionen Menschen, die alle rastlos von links nach rechts und von rechts nach links drängen. Allerdings muss ich sagen, in eine U-Bahn wurde ich nie gestopft, man konnte immer gut stehen, besser als in München zur Wiesn Zeit auf jeden Fall. Ich würde nicht sagen, dass es ein Mythos ist, dass die ganze Stadt ein einziges Gedränge ist, wir hatten nur Glück, denn Mitte April ist nicht so viel los, die Temperatur ist angenehm zwischen 20 und 25 Grad und Wind und Regen reinigen etwas die Luft. Wenn man allerdings an Feiertagen in der Stadt ist, muss es die Hölle sein. Die Chinesen arbeiten sehr viel, vor Allem die Städter und so nutzen sie jede Gelegenheit an freien Tagen v.a. Binnentourismus zu betreiben. Ich fand das super, ich finde es nämlich ziemlich nervig Deutsche anzutreffen, wenn ich mir grade China ansehen will… Meist war es eben so, dass die Sehenswürdigkeiten voll mit Chinesen waren… das ist zwar auch nicht so toll, aber Chinesen reisen ja gerne in Reisegruppen und diese Gruppen gehen nur geradeaus durch und schauen sich den Standard an. Weicht man etwas ab vom Hauptstrom hat man tausend Jahre alte Kultur für sich alleine ^^ Und von all diesen Eindrücken hat man, beim ersten betreten des Ortes, schon eine Vorahnung, das ist eben dieser angenehme „ Kulturschock“ ^^
nach einem ganzen Tag Anreise ist man aber auch schon zu geschafft, um einen richtigen Schock zu haben ^^ wir fuhren mit dem super Ubahn System nach Xisi (spricht man überhaupt nicht aus, wie man´s schreibt… die Ticket Frau hatte auch erst mal keine Ahnung, wo wir hin wollten). Hier in Peking holt man sich eine elektronische Karte, auf der das Guthaben drauf ist, das du genau für deine Strecke brauchst. Man zahlt läppische Preise (Im Vgl. zu München) pro Station, legt sie auf die Lesefläche und die Schranke öffnet sich. Beim Aussteigen schiebt man die Karte in den dafür vorgesehenen Schlitz und kann aus dem Bahnhof heraus. Zuvor muss man meist noch sein Gepäck durch den X-Ray Schicken… wobei es nicht den Eindruck gemacht hat, als hätte es irgendjemanden Interessiert was man dabei hat. In Xisi angekommen wanderten wir erstmal durch den kleinen Staubigen Hutong (altes Viertel) Die Menschen fuhren alte klapprige Roller mit Jacken über dem Lenkrad ( Warum auch immer… vllt wegen des Smogs), Stromkabel hingen tief und knisterten bedrohlich. Geschäfte reihten sich aneinander, aber nicht für Touristen sondern normale Bürger, daher war hier alles noch viel billiger als im Rest Pekings. Manche Läden boten Glühbirnen, Kabel, schrauben, Muttern, Toiletten und Waschbecken an. Wieder Andere waren wie winzige Supermärkte ausgestattet. In einem kleinen Gässchen fanden wir unser Hostel. Es war klein und Eng und überall stand Zeug rum. Der Mitarbeiter war super nett und suchte nach unserer Reservierung, bis er uns sagte, dass wir hier falsch seien, es gäbe etwas weiter die Straße entlang ein Hostel mit dem selben Namen … Na sowas zwei gleich benannte Hostels in einer Straße … das würde es in Deutschland echt nicht geben. ^^ Naja unser echtes Hostel war auch schöner. Von Außen unscheinbar in einem alten Haus, aber kaum wurde die Türe zum Grundstück geöffnet, strahlte uns ein süßer, blau gestrichener Hof entgegen, an dessen Rand ein großer Jasmin und etwas weiter ein Flieder blühte. Auch unser Personal war super nett und zeigte uns sogleich unser Zimmer. Es war hübsch, klein aber fein. Ich ließ mich ins Bett fallen. Und brach mir dabei fast das Steißbein… das Bett war wie aus Stein … Ich erfuhr aber, dass das in (nicht Touristischen Gegenden) China normal sei… Naja ich würde es schon überleben, ich musste eh noch etwas, wegen des Jetlags, wachbleiben.
Nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten gingen wir auf Essenssuche… Essenssuche im Schriftsalat. Wie gesagt unser Hutong war kaum Touristisch, so war alles nur auf Chinesisch und meist sogar ohne Bild … Irgendwann fanden wir ein Restaurant mit Bildern in der Karte. Alle Läden wirkten etwas runtergekommen (Im Hutong wohnen auch fast nur die gering bis normal Verdiener und Alte), ich erhoffte mir aber eine kochende Oma im Hinterzimmer. Und tatsächlich die Oma zeigte sich. Die Enkel ( glaube ich) nahmen die Bestellung auf und wir mussten nicht lange auf das, nach Bildern ausgesuchte Essen warten. Ich war wirklich Hungrig!

lg. Melli

China

Wiedereinmal platzte ich schon im Voraus vor Freude… China ist immerhin mal wieder die andere Seite der Welt und zugleich auch ein Mysterium für sich ^^ Wir hatten uns für die nicht mal 10 Tage viel vorgenommen. Klassiker wie die verbotene Stadt und die Chinesische Mauer aber auch kulinarische Erlebnisse, wie Peking Ente in Peking standen auf dem Plan. Es ist nicht zu viel versprochen, wenn ich sage, dass diese Reise wieder den Horizont in jede Richtung erweitert hat und das durch Geschmacks Erlebnisse, und Traumhaften Ausblicken über Jahrtausend alte Geschichte. Für jeden Tag werde ich Einen Beitrag schreiben und Bilder wird es irgendwann auch geben … ja irgendwann, ich wollte ja auch SOA Bilder noch hochladen …. ach ach ach es gibt so viel zu tun … naja wird schon werden ^^
Es werden Im Laufe der nächsten Wochen Beiträge zu den folgenden Stichpunkten erscheinen:

– Hin und Rückflug Phänomene

– Essenssuche im Schriftsalat
– Beihai Park

– Paläste und Tempel
– Ode an die Peking-Ente

– Der größte Platz der Welt
– Kulinarisches Erlebnis auf dem Nachtmarkt
– Chinesische Mauer
– Tee Zeremonie
– Das 2t höchste Gebäude der Welt

Und einigem Mehr.

Lg Melli