Datephilosophie

Probieren geht über studieren um es auf den Punkt zu bringen.
Ein Schritt den man allein der Erfahrungswerte halber nicht bereuhen wird.
Am besten sind sie zu genießen, wenn man sich nicht stresst etwas zu erreichen. Man lässt es einfach auf sich zukommen und wenn es schlecht ist, dann entschuldigt man sich eben 😉 Falsch machen kann man eigentlich nicht viel. Aber aus meiner Sicht vielleicht mal eine Idee, an Dingen die man nicht tun sollte 😉

Sich stressen. – Es macht dann einfach keinen Spaß, wenn man ungefähr nen Kreislaufkollaps erleidet.
Sich einbilden etwas falsch zu machen. Man macht nichts falsch, man passt nur höchstens nicht zusammen.
Zu denken man müsse den anderen belustigen. – Kann man schon machen, finde ich persönlich aber anstrengend.

Das letzte was man vielleicht noch falsch machen kann ist zu viel über sich preis zu geben. Geht mir zumindest so. Ich finde es fast unangenehm, wenn mir jemand in den ersten 10 minuten der Begegnung schon erzählt, dass er gerne von mir gerettet werden will 🙂

Im großen und ganzen sollte man vielleicht einfach offen für alles rein gehen und dem Date viel entwicklungsfreiraum geben. Man sollte sich zwar zuvor ein bisschen überlegen, wei weit man gehen will und wo hin, man muss aber auch keine extrem genaue Grenze ziehen.

Ich finde es eine gute Idee, es mal aus zu probieren, man verliert nichts und lernt neue Perspektiven kennen. Das wichtigste ist wohl einfach Spaß daran zu haben und sich nicht so sehr um siene Umwelt zu kümmern. Also viel Spaß ;* Und lass doch den Ausgang zumindest etwas offen, dann ist es überraschender ;P
liebe Grüße,
Melli

Herzschlag

Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter… nach ewigem Zögern ….

Das Pochen seines Herzens… es war so laut, dass ich es noch immer in meinem Kopf wiederhallt… Schon viele Herzschläge habe ich gehört, viele wundervolle, wenige, die mir mehr unter die Haut gingen… doch noch keinen, der so unglaublich kräftig war, dass ich dem Film nur noch mit dem Ohr, das nicht auf seiner Schulter lag, lauschen konnte…

Schlug es um des Lebenswillen so laut ?
Wegen des spannenden Films,
oder gar wegen mir ?

Ein neues Abenteuer ruft… laut, wie Wellen, die an einem Hafen brechen.

Liebe Grüße

Eure abenteuerlustige Melli ;*

Besser So

Besser so als zu spät, viel zu lange schon tu ich euch weh …

Es kam wie es kommen musste… die Ferien neigten sich dem Ende zu und so musste ich mein Versprechen, mich am Ende der Ferien zu entscheiden, einlösen …

Lange dachte ich nach…Herz über Kopf… für wen schlägst du mehr mein Herz ?

… Isarsänger

… Downhilltyp

… Isarsänger! wie er mir ins Ohr singt, dazu Gitarre spielt…

Nein…

Downhilltyp! Wie er mich in andere Welten entführt, voller Abenteuer und leben des Momentes

…  Oder sollte ich doch mal rationaler nachdenken ? Was will ich erreichen durch diese Beziehung ? Spaß? Liebe? Beides? Einen Mann fürs Leben ? Eine tolle Erfahrung? Vertrauen ? …
Sind mir finanzielle Mittel übehaupt wichtig ? Ist mir Aussehen überhaupt wichtig ?

Nach und nach viel jedes Kriterium weg… Alles unwichtig, Geld, Aussehen, Zeit, und alles was blieb hatten sie beide, oder glichen es durch etwas anderes aus …

Wer … nur wer kann mir jetzt weiterhelfen “ Wenn mich das Schicksal als seinen König will, nun dann solle mich das Schicksal ohne mein zu tun krönen“
Danke Shakespeare, danke vielmals 😉
Ich ließ es einfach passieren … das einzige was ich als Entscheidungsparameter nahm war das Vermissen…

Nach den zwei Wochen Urlaub fiel mir etwas auf … ich vermisste keinen… nicht eine Sekunde …
Klar wäre ich gerne mit ihnen im Sonnenuntergang spazieren gegangen, aber das ging auch ohne sie… vermissen ist ein tiefer Stich ins Herz, regelmäßig und nicht es ist definiert, ob es ein schönes oder schlechtes Gefühl ist …

Die Entscheidung fiel vom einen auf den anderen Moment… KEINER

Wenn mein Herz nicht schreit vor Glück… dann wird es wohl keiner von beiden gewesen sein …
Ich war mir sicher, hätte ich nur einen von beiden kennengelernt, dann wäre es schon eher was geworden… viele andere Frauen hätten mich wohl für verrückt erklärt, wie ich zwei so wundervolle Männer, die mich wohl beide auf Händen tragen würden und getragen haben, einfach so zurückweisen konnte,…. ich weiß warum… weil mir das nicht reicht, ich brauche dieses rasende Herz, ansonsten passt es einfach nicht….

So tat ich meine Pflicht und erzählte es beiden … beide reagierten cool, den eine traf ich noch am selben Tag, um mit ihm zu reden… er war traurig … aber verständnisvoll und ich wünschte ich hätte ihn als guten Freund behalten können, doch ich verstand ihn, als er meinte, dass das nicht ginge …

Eines geschah, was mich sehr verwunderte, er erzählte mir von seinem Freund dem Downhilltyp… einige interessante Dinge, die ich danach auch gleich mal von meiner besten Freundin bestätigen lies.

Er hatte mich, trotz ausdrücklicher Warnung meinerseits, schon vor allen Leuten als seine Freundin bezeichnet…Wie bitte geht das ? an welchem Tag sind wir denn bitte zusammen gekommen und warum weiß ich davon nichts ?! … Einen Augenblick lang tat er mir leid, bis der Isarsänger weiter erzählte

… er habe einer Freundin erzählt, wir seien so gut wie zusammen und hätte dann einen Atemzug später mit den Worten “ Scheiß drauf“ versucht sie zu Küssen …

sie hatte es mir zuliebe nicht zugelassen, deshalb bin ich ihr auch keineswegs böse… Ich bin nur gerade sehr froh, dass ich nicht mit einem Mann zusammen bin, der mich Betrügt, bevor es aus meiner Sicht etwas zu betrügen gibt… (dieser Vorfall wurde mir auch, sogar aus erster Hand, bestätigt ^^)

Es verletzt mich nicht, nein, es macht mich eher froh, denn jetzt habe ich im Nachhinein sogar noch einen Rationalen Grund, der mein Verhalten wirklich gut entschuldigt…

Aber nach all dem weiß ich jetzt eines sicher… ich gehe gern aus, ich hab gern das Gefühl, dass die Gewässer in denen ich fische reich sind, oder halt, ich fische nichtmal, ich sitze mit einem Eimer daneben und warte, bis mir Fische hineinspringen…. ABER Ich werde auf jeden Fall vermeiden, dass sich nochmal zwei meiner Dates kennen… Oder ich zweien zum gleichen Maße Hoffnung mache, wobei ich mit ihrem gesunden Menschenverstand rechne, den verlieren die meisten Männer nämlich, beim Anblick einer Frau… glaube ich XD

Liebe Grüße, eure
Melli

Von den Sternschnuppen zu Kill Bill, zum familiären Sushiessen, zum sinnieren im Regen, zum Liebeslied, und von da zum Kettenkauf

Bevor ich in den Urlaub gefahren bin, ergaben sich doch noch einige Dates, das letzte, das euch bekannt sein kann ist das mit den Sternschnuppen…Ein paar Tage drauf, hatte ich mit dem Isarsänger zum Filmeabend verabredet… Kill Bill stand auf dem Plan, was ich keineswegs bedauerte… Quentin Tarantino … eine Priese mehr Handlung würde nicht schaden, aber das Blut, das fliest gleicht das wieder aus… in Massen XD wie sollte es anders sein, natürlich laden blutige Kopf- ab Szenen zum Knutschen ein XD … also mich zumindest ;P wohingegen ich bei einer Liebesschnulze eher zum Übergeben animiert werde ;P Er fuhr mich noch heim mit dem Auto, ich gab ihm einen Kuss zum Abschied… ja ich kann wirklich mit gutem Gewissen sagen, dass er gut küsst.. besser als gut … Ich würde fast sagen es ist wie mit einem Kuchen… jeder kann einen backen, aber nur in seltensten Fällen schaffen die Leute eine wundervolle cremige Schokoladentorte….

Wenige Tage später fand ich mich bei Mr. Downhill auf der Couch wieder, den neuen Terminator anschauend und einander im Arm liegend… bis… er mir eröffnete, dass seine Eltern gerne mit mir Sushi essen würden… Ja klar, immer gerne, ich liebe Sushi, aber irgendwie setzte mich das schon sehr unter Druck… die Tatsache, dass seine Eltern mich kennenlernen sollten … Sie stellten sich als ziemlich nett heraus… doch nach dem Abendessen, entschlossen wir uns noch „Mirrors“ anzusehen… nicht gerade so gruselig, wie er noch behauptet hatte…. dennoch fühlte ich mich wohl… zu wohl… so wohl… dass geschah, was geschehen musste… unser erster Kuss… Viel zaghafter, als erwartet und viel schneller stürmisch als Vorhergesehen. Auch er fuhr mich Nachts mit dem Auto nachhause, auch ihm gab ich einem Kuss zum Abschied…. genau wie mit dem Isartypen hatte ich auch mit ihm ausgiebig darüber gesprochen, dass ich ihm nichts Versprechen könnte, Ich sei Momentan nicht allzu Entscheidungsfähig… und damit hatte ich auch recht 😉

Auch er Küsste gut… aber im Vergleich zur vorher vernaschten Schokotorte war er eher ein Stück Mamorkuchen und um den Vergleich komplett zu machen, mein Ex wäre wohl ein schoko- kuki gewesen XD ( wobei man auch aus kukis eine Torte machen kann ;P)

Einige Stunden später, wohl wieder Tage, traf ich noch einmal den Isarsänger…. wir spazierten… viele Stunden und setzten uns bei strömendem Regen auf eine Bank am Feldrand, Versteckt unter meinem kleinen Schirm. Ein Kuss folgte dem nächsten und so auch nach einer Weile eine Weisheit der anderen … Weisheiten auf die ich selbst auch gut gekommen wäre, die ich in den folgenden Tagen jedoch immer in seinem Wortlaut in meinem Kopf hatte…. er wusste, dass ich mich früher oder später zwischen ihm und dem downhilltypen entscheiden müsste… und so sagte er “ du musst dich eben fragen ob du eine Beziehung willst, oder eine Beziehung mit dieser Person“ …. wie recht er da hatte…

Wir gingen heim, Arm in Arm, auch hier gab ich zum Abschied einen Kuss, ich wusste nicht, dass es der letzte sein sollte, doch der Abend brannte sich mir doch als einer der schönsten ein 😉

Wiederum einen Tag später traf ich meinen liebsten Straßenmusikanten, der genau wusste, dass das mit uns nicht funktionieren kann, weil er demnächst in ein anderes Land zieht und ich ihm ein klares und deutliches NEIN entgegengebracht hatte…

Naja er hatte das wohl vergessen, als er sich auf eine Mauer saß, und mir ein selbstgeschriebenes Liebeslied vorsang …. dessen Handlung in etwa “ ich werde für immer auf dich warten, bis wir heiraten“ gleichkam …

später sollte sich herausstellen, dass er den Song nicht selbst geschrieben hatte, sondern nur ein Stein altes Lied benutzt hatte, in der Hoffnung, ich würde das nicht merken… es vielen auch viele Zufälle aufeinander, damit ich das herausfinden konnte 😉

Nachdem sich das …. schmeichelhafte, etwas peinliche Date dem ende Geneigt hatte, musste ich nur eine halbe Stunde auf meine nächste Verabredung warten, Herr Downhill…. das einzige, was geschah an jenem Tag, war, dass wir ihm zusammen eine schöne Kette kauften, die ihn auch die nächsten Tage noch an meine Anwesenheit erinnern sollte, auch wenn er das vielleicht irgendwann in näherer Zukunft nicht mehr wollen würde. Auch ihn küsste ich zum letzten Mal an diesem Tag, ohne es zu wissen, doch mit einer leichten Vorahnung…

Denn ich wusste, die Entscheidung lag bei mir

und ich würde sie treffen, egal wie schlimm es werden würde…

Liebe Grüße

Eure Melli

Vom Fotoshooting zu den Strenschnuppen

Hochkonzentrierte Dunkelheit strömte durch miene Hirnwindungen, wie gefilterte Weltallschwärze. Irgendwo links neben uns musste ein Feld verlaufen, denn ich konnte seine Umrisse erahnen. Die Luft war schwer und kühl geworden, ein Kleid zu tragen war nicht die beste Idee gewesen, dennoch versuchte ich mich auf die Restwärme in der Luft zu konzentrieren.

„Wenn du die Kälte zulässt und dir sagst sie ist keine, ist sie nicht mehr kalt“

Er hatte recht, doch trotz ewigen Übens gelang es mir immer nur wenige Minuten mich warm zu fühlen. …

Die Wiese auf die wir uns nach kurzem Marschieren legten, war kühl und etwas feucht, unsere Schultern berührten sich, ich begann zu zittern, als hätte ich einen Teil der erdachten Wärme abgegeben.
„Wenn du eine Sternschnuppe siehst, was wünschst du dir dann?“

Ich runzelte meine Stirn, mein Mund verzog sich zu einem verhaltenen Lächeln.

„Ich wünsche mir, dass du mich auf der Stelle küsst“ Die Worte die er wohl gerne gehört hätte, hielt ich zurück, aus Anstand, aus Wissen, dass das vielleicht gar nicht mein Wunsch war.

„Das werde ich dir nicht sagen, sonst  geht es nicht in Erfüllung, das weiß doch jedes Kind“

“ Die Frage ist, ob er sich auch erfüllt, wenn du es mir nicht sagst“

“ Ich bin mir ganz sicher, das tut er“

Er hatte wohl gedacht, er wisse, was ich mir wünsche, das konnte aber nicht sein, denn zu diesem Zeitpunkt wusste ich es selbst noch nicht.

“ War das eine?“
Fragte er und Blickte mir tief in die Augen

“ Nö, nicht bestätigt, ich habe sie nicht gesehen“

“ hm …. ich frag mich dauernd ob das welche sind … oder nicht“

“ Kennst du das, wenn du mit Tusche malst und erst dick aufdrückst und dann die Feder entspannst beim Zeichnen eines Strichs… dann entsteht eine Sternschnuppe auf dem Blatt…“ Sagte ich und zeichnete in meinem Geiste einen Sternschnuppenhimmel

“ Aber das war jetzt eine !“

“ Ich glaube sch…“

Weiter kam ich nicht mit meinem Satz, ich wurde unvereiwillig, auf schöne Weise, zum Schweigen gebracht. Vorsichtig hatte er sich zu mir herübergebeugt und schon bevor sich unsere Lippen berührten schloss ich die Augen. Ich spürte die Wärme, die von seinem Gesicht ausging und den Herzschlag, der die Luft kaum merklich in Schwingung versetzte. Die Luft, die ruhig durch seine Nase strömte erzeugte kleine Luftwirbel an meiner Wange, die fast gierig nach der ausgeatmeten Wärme schien. Zwei Tropfen warme Schokolade, die direkt übereinander flossen zeichneten sich in meinen Gedanken ab, als der Kuss zum Sprung ansetzte.
Insoferne in Kuss inovativ sein kann, war er es. Zärtlich, unbekannt, fordernd, aufreizend, alles in einem Atemzug. Ich öffnete einen Moment meine Augen, sah vorbei an seinen Haaren und jagte mit meinem Blick einer Sternschnuppe nach. Blitzartig bewegte ich meine Kopf dem Leuchtbogen hinterher, sodass er ins Leere küsste.

„DA, DA WAR EINE“

„WIRKLICH ?“

Er nahm mich in den Arm und ich legte meinen Kopf auf seine Brust.
Noch lange lagen wir da, sahen noch einige wunderschöne verbrennende Teile des 109P/Swift-Tuttle und wünschten Wünsche an Kometenfeen, die in meinen Träumen existieren und all die Wünsche Sortieren  in verschiedene Kategorien::

Mal schauen Blödsinn Materiell Postmateriell Weltfrieden

Für meinen Wunsch hätten sie eine neue Kategorie gebraucht… doch welche, das ist noch geheim, bis es sich erfüllt 🙂

lg

Melli

Vom Ammersee zum Fotoshooting

“ So und jetzt lehnst du dich da an, ja genau und das Kinn etwas nach unten… ja so bleiben bitte. “

Ich versuchte gar nicht erst in die Kamera zu lächeln, denn jeder aktive Versuch der letzten Jahre war gescheiterte …

“ Warum haben die französischen Panzer Rückspiegel ?“

Ich antwortete nicht, da ich in meinem Leben noch keine so blöde Frage gestellt bekommen hatte.

“ Damit sie auch mal die Front sehen“

*stille einen Augenblick* Ich lachte los und hatte glatt vergesen, dass da eine Kamera auf mein Lächeln wartete und das natürlich ein gefundenes fressen für sie dastellte ….

“ Man so ein blöder Witz und ich musste trotzdem darüber lachen^^“

“ Ja so habe ich mir das vorgestellt und wunderschön scharf ist es auch noch geworden :)“

Er zeigte mir das Bild und ich war überrascht… kaum jemand schaffte es ein Foto von mir zu machen, von dem ich überzeugt war und er schaffte es ganz ohne Mühen auf den ersten Versuch …

„Danke… hast du wirklich gut gemacht, so bekommt das fast niemand hin.“

„Vielleicht habe ich es gut fotografiert, aber dafür, dass so etwas Schönes drauf ist, bist nur du verantwortlich.“

Er schmeichelte mir ein Wenig damit…
einige gute Fotos schoss er noch und schließlich gingen wir noch an den Isarauen spazieren.

Ominöser Weise trafen wir gleich ein , zwei seiner Freunde… skeptisch sahen sie mich an, ohne mich zu grüßen, als hätten sie ihre Zunge verschluckt – unhöflich …
Eine Weile später stand ich in seinem Zimmer und hörte ihm zu, wie er seinen eigenen Song auf der Gitarre für mich spielte, eine Melodie die meinen Kopf mit Glück füllte, so schön und zart, wie es eigentlich nur der Morgentau sein konnte…

„Ich mag deine Augen, sie sind wirklich etwas auf das du sehr stolz sein kannst, diese hellen Splitter und deine Gold umrahmten Pupillen auf einem ozean blaune Hintergrund“

… Ich weiß dass ich schöne Augen habe (wobei ich fast alle Augen schön finde)… aber aus anderer Leute Mund solch poetisch aneinandergereihte Worte geschenkt zu bekommen ist doch etwas das mein Herzchen rührt…

Liebe Grüße,

Melli

Vom Ammersee zum Sternenhimmel

Die Hitze stand auf meiner Terrasse und bewegte sich ebenso wenig, wie ich es tat. Kein rasendes Herz, keine endlosen Gedankenschleifen, die den Kopf bombardieren kurz um, einfach keine Nervosität. Dafür hat man in Deutschland glaube ich den Begriff ‚cool‘ eingeführt, nur, um mich in diesem Moment besser beschreiben zu können.13:30 … Eigentlich sollte er jetzt klingeln …. 13:33 … naja das lassen wir gerade noch als pünktlich durchgehen 13:34 ES HAT GEKLINGELT *.* Niemals hätte ich mich über 4 Minuten beschwert… aber ich hatte ja nichts Besseres zu tun als meckern auf höchstem Niveau… Wir umarmten uns verhalten und schlenderten zu seinem -ähm dem seiner Mama meine ich – Auto. Hatte ich mir Nachts noch Gedanken gemacht, wie es wohl werden würde, wurden letzte Zweifel nun aus dem Weg geräumt – der Tag würde ein guter werden, das merkte ich nach wenigen Sätzen. Auf der Einstündigen Fahrt wusste er mich immer gut zu unterhalten… das verwunderte mich einwenig, weil ich es immer schwierig finde, mit einer nahezu fremden Person ( Ich kannte ihn ja nur von einer kleinen Runde aus meinem ’neuen‘ Freundeskreis ) Ein langes Gespräch am Stück ohne Wiederholungen zu führen 😉 Die Leitplanke wehte an uns vorbei wie ein seidenes Tuch, Ich fühlte mich sicher neben ihm im Auto, das ist selten, normalerweise fahre ich immer entweder selbst, meine Eltern oder mein bester Freund, beim Rest der Menschheit fahre ich eigentlich nicht gerne mit … ab und zu vertieften sich meine Gedanken in die verwischten Landschaften… Ich merkte, dass ich langsam aber sicher erwachsen werde… was waren es damals für Dates ? Mit einem Jungen, der vielleicht ein paar Monate älter war, auf ein Eis gehen und dabei total nervös in den Boden starren… was sind es heute für Dates ? Mit einem Mann, der doch schon eher im Bereich der Jahre älter ist, der ein Auto fährt und es geht mit einem souveränen Gespräch eine Stunde in die Fremde 😉
Der Trick ist …. FALLEN LASSEN… das ist der Trick 😉

Wir erreichten den Ammersee, fuhren aber noch ein weites Stück, sehr verplant um den See herum, da wir nicht wussten, wo wir hätten parken sollen… das wichtigste war uns ja, dass wir ein weinig ungestört sein konnten 😉 Irgendwo am anderen Ende stellten wir das Auto an einem Waldparkplatz ab und spazierten ein wenig um den See… vorbei an kreischenden Kindern, plantschenden Familien und Wasserball spielenden Halbstarken. Ein kleiner Trampelpfad führte uns an eine einsame Bucht … eigentlich perfekt … ein wenig steinig, aber das war ja zu erwarten gewesen 😉

Der folgende Moment ist ein ziemlich interessanter, weshalb ich bei ersten Dates eigentlich immer gegen Seen / Schwimmbäder etc bin, ich finde man muss sich nicht sofort in Unterwäsche kennenlernen ;P Ich weiß, es ist nicht schwer, denn ich tu es ja theoretisch jeden Tag mehrmals … mich ausziehen …. aber man fühlt sich dann doch ein wenig unter Beobachtung und fragt sich natürlich, wie man denn jetzt am elegantesten das Kleid auszieht… Ich entschloss mich es auf die altmodische, feminine Art zu tun, verschränkte meine Arme vor meiner Hüfte, raffte den Saum meines Kleides und streckte die Arme über meinen Kopf, sodass ich das Kleid – Problem schnell gelöst hatte ….Auch er machte es altmodisch, aber männlich, griff nach dem Stoff an seinem Nacken und zog das Shirt über seinen Kopf …

Die Sonne tastete ab dem Ende des Tshirts langsam nach frisch entblößter Haut und setzte, wie absichtlich, diesen göttlichen Anblick in Szene. Mein Blick wendete sich wie gezwungen ab und betrachtete die Weiten des Sees, um nicht allzu auffällig den wirklich schönen Anblick aufzusaugen.

Wir Schlenderten in das Wasser, mit der Erwartung, dass uns gleich richtig kalt werden würde … Aber das geschah nicht, denn das Wasser war wundervoll warm …Das Wasser umspielte unsere Körper und bildete kleine Kringel auf der Wasseroberfläche. Wir lachten und redeten viel, schwammen ein paar winzige runden und schlenderten wieder über die Muschelbesetzten Steine ans Ufer. Wir liesen uns trocknen durch die Strahlen der Sonne, die wunderschöne Lichtspielchen in den Wasser Tröpfchen erzeugten. Extra für mich hatte er eine Wassermelone mitgeschleppt, da ich diese Frucht wirklich sehr gerne esse, Musik trällerte in unseren Ohren und auch wenn ich diesem Moment entgehen wollte, indem ich hilfloser weise meinen Rücken selbst eincremte, fragte er, ob ich ihm denn helfen könne. Natürlich lies er sich nicht davon überzeugen, dass ich meinen Rücken sehr wohl ordentlich selbst eingesprüht hatte und streichelte sanft über meine Wirbelsäule. Es fühlte sich gut an. Aber es fühlte sich nicht nach Gänsehaut an. Wir genossen den Wolkenfreien Himmel und die wunderbare Einsame Zweisamkeit, die uns umgab. Stunde um Stunde verstrich die Zeit und es kam mir so vor als könnte ich ihr beim Verrinnen zusehen, als wäre sie Sand in meinen Händen.

So entschloss sich irgendwann die Dunkelheit ihr Laken über die Landschaft zu legen, so langsam und sanft, dass ein wundervoller Sonnenuntergang entstand. Ein paar Wolken hatten sich, wie aus Sahne gemacht, an die Himmelsleinwand gehaftet und wurden in ein intensives Orange getaucht, sowie der restliche Horizont, während das andere Ufer schwarz blieb und das Wasser in dessen Schatten dunkelblau, es folgte eine scharfe Kante, an der sich der Sonnenuntergang im Wasser wiederspiegelte. Wir hatten uns heimlich auf einen Privaten Steg gesetzt, um einen besseren Ausblick zu haben. Als die Besitzer uns verscheuchen wollten, erklärten wir ruhig, dass wir in wenigen Momenten gehen würden und so konnten wir uns einigen, dass wir zusammen mit dem Untergang der Sonne verschwinden würden.

Der Hunger, den ich die ganze Zeit über vergessen hatte, schien ein Loch in meinen Magen zu fressen und so entschlossen wir uns noch essen zu gehen 😉 Er lud mich ein auf gefüllte Trüffel Nudeln mit Parmesan Rucola Soße, die meinen Gaumen auf höchstem Niveau verwohnte. Ein wenig begannen wir über die Sterne und das Universum zu sinnieren und entschlossen uns am Heimweg noch den Sternenhimmel anzusehen. So machten wir uns auf, in Richtung Heimat, wobei wir an einem Maisfeld entlang das Auto abstellten, um uns auf die Motorhaube zu legen und die wundervollen weißen Splitter am Himmel zu beobachten. Man fühlt sich klein, wenn man sie nur lange genug ansieht und unwichtig, was einem die Last der Entscheidungen im Alltag ein wenig abnimmt … Unsere Schultern berührten sich und man konnte die Wärme spüren, die sich an dieser Stelle vom einen auf den anderen übertrug und durch den Körper floss, als hätte sie das Blut erwärmt.

Die Zeit war ein Spielverderber und ermahnte uns nachhause zu fahren … gegen Mitternacht schritt ich durch meine Haustür, ein Lächeln im Gesicht, Seeluft im zerzausten Haar und einem imaginären Schraubglas voll mit schönen Erinnerungen.
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Danke.

Liebe Grüße,

Melli