Von Kuala Lumpur nach Singapur

In KL werden die Busse ausgerufen, wenn sie an einer nicht gekennzeichneten Haltestelle stehen. Ich erinnere mich vorallem an den Armen „Klang“ Mann, der bei 40 Grad im Schatten jeden Tag am selben Fleck stand und wie ein Musikstück immer ganz laut „Klaaaaang klaaaaanng klaaaaaaaaaaaaaaaaaang klang“ schrie, um zu verdeutlichen, dass der Bus neben ihm nach „klang“ fuhr …
In unserem Hotel hörten wir ihn immer wenn wir uns im Zimmer befanden… irgendwie nervig aber auch etwas, was ich vermisste als wir uns auf den Weg nach Singapur machten…
Ein neues Land hinter sich lassen und in einem neuen wieder anzukommen ist ein schönes Gefühl – zumindest wenn man damit rechnet ^^
Nach Gingapur kommt man von KL zwar schnell, aber am Flughafen wartet ein ewiger Immigration Check auf einen … Nach Ewigkeiten  ging es mit der Bahn ins Zentrum , wo wir ausstiegen und mit unserem Koffer durch die wohl futuristischste Stadt der Welt spazierten… Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Ort gibt, der einem mehr Einblick in die Zukunft bietet als Singapur. Die Luft ist sauber, sobald man nicht mehr an den Hauptstraßen ist, die Häuser erinnern an riesige Dino Eier aus Glas, mit Schuppen besetzt, Ufos gibt es, Statuen, eine schöner wie die andere und das Marina Bay Sands Hotel… das Hotel mit dem höchsten Pool der Welt 🙂 Wir wohnten in einem Kleinen süßen Hostel am Boat quay, an dem überall Fisch in schönen Restaurants essen konnte, auch der Ausblick war Atemberaubend… das Glitzern der läuchtenden Hochhäuser bei Nacht und dessen Spiedelung im Wasser, werde ich hoffentlich nie vergessen…irgendwie gewaltige Häuser vom Menshcen geschaffen, wirken so wahnsinnig im Einklang mit der Natur, auch wenn man von dieser im Zentrum nicht so viel sehen konnte 😉

6.7.16

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Vogelperspektive und Petronas Tower

4.7.16
Nachdem wir am Vortag noch die Kolonialgebäude und den größten Fahnenmasten der Welt angesehen hatten, waren wir noch im Old China essen, blauen reis mit scharfer Soße und interessantem Fleisch … Müde gingen wir auch an diesem Tag ins Bett und freuten uns auf den nächsten Tag.
5.7.16
Mal wieder ließen wir das Frühstück aus, was meinen Magen schon etwas traurig machte. Sofort ging es wieder los, zu den bekannten Petronas Towern, die wegen des letzten Ramadan Tages leider geschlossen waren. Mich beeindruckte das  Zentrum der Stadt doch ziemlich, diese Menge an Wolkenkratzern und das ständige durcheinander- sowas kannte ich bis dato ja noch nicht. Man fühlt sich tatsächlich noch kleiner, als der Mensch im Vergleich zu einem normalen Haus eh schon ist. Den Ausblick von oben wollten wir trotzdem nicht verpassen und fuhren mit einem Aufzug 421m in die Höhe um uns dort waghalsig in einen (nicht vom TÜV geptüften) gläsernen Kasten zu stellen. mulmig zu Mute war uns schon, aber irgendwie war das Gefühl uch ganz schön atemberaubend, das Runterschauen und zu sehen, was ein Vogel sieht. Für Menschen mit Höhenangst ist das bestimmt kein Spaß, aber ich denke ich würde es auch gerne auf anderen Hohen Gebäuden wiederholen ^^
Lennart hattte dann eine „grandiose“ Idee: „Lass uns doch zum Berjaya Time Square gehen! ;)“
Ich bejate unwissenderweise und wir gingen los, Meter um Meter durch die drückenden 40 Grad und den Smog der hier schien, als könne man ihn aus der Luft greifen. Der schweiß stand uns auf der Stirn und nach sicher einer Stunde Fußweg standen wir endlich vor diesem Imposanten Einkaufsgebäude… Wir gingen hinein, setzten uns auf ene Bank und kühlten uns kurz ab durch die Klimaanlagenluft, bis ich fragte “ Und jetzt?“. Natürlich war ich davon ausgegangen, wenn ich mich schon hier her kämpfe, dass wir mindestens einmal durchs Gebäude laufen und vllt etwas essen, statt dessen erhielt ich die von da an berühmte Antwort “ Jetzt waren wir ja da, jetzt können wir ja wieder gehen“
AAAAAAAAAAAAAhhhhhhhhhhhhhhhhh, ich hab gedacht ich hör nicht richtig, ich renne doch nicht durch Teufelsküche um dann nur kurz mal dagewesen zu sein XD… ich überredete ihn wenigstens noch einmal rum zu gehen und was wir da fanden, war einfach nicht vergleichbar mit irgendeinem Größenwahn, den ich zuvor gesehen hatte. Man hatte einen Freizeitpark mit riesen Achterbahn IN DAS EINKAUFSZENTRUM gebaut !!!
Ja gut …
Kann man so machen, wenn man viel zu viel Geld hat… dann kann man auch 11 Stockwerke Einkaufszentrum bauen und davon nur 4-5 Füllen…
Der Kontrast ist nur leider, dass es in KL genug Menschen gibt, die auf der Straße leben … die können sich nicht nur keine Achterbahn in einem Einkaufszentrum leisten, sondern nichtmal etwas zu essen…

Nachdem ich glaubte alles gesehen zu haben, genehmigte ich den Heimweg, der gefühlt ewig dauerte… kein Wunder, zuhause als wir im Bett lagen fiel uns auf, dass wir etwa 20 km gelaufen waren und das bei 40 Grad und mit einem gebrochenen Zeh … Da bin ich schon etwas stolz XD

Eigentlich wollten wir noch in den Birdpark, aber der hätte den vollen eintrittspreis gekostet, obwohl er nur noch eine halbe Stunde auf haben sollte… so entschieden wir uns lieber dazu wieder im Old China essen zu gehen – Schwein mit “ bohnengewürzter Soße “ oder so ^^
Danach spazierten wir wieder zu den Petronas Towern, da sie Nachts leuchteten und eine Tolle springbrunnen Licht und Musik Show lieferten. Das war wirklich ein gelungenes ausklingen des Abends 🙂

lg
eure Melli ^^

Hölenerlebniss

4.7.16
Ich schlug die Augen auf, sah die weiße Decke über mir, ein Blick nach rechts verriet mir allerdings, dass ich keineswegs Zuhause war. Durchs Fenster sah ich Häuserschluchten und einen gegenüberliegenden Tempel, kein Wunder es war ja auch schon Tag 2 in Kuala Lumpur
13 Stunden Schlaf hatten einen neuen Menschen aus mir gemacht, auch wenn Lennart keinen Wert auf Frühstück legte und ich somit zu kurz kam… Es ging nämlich driekt auf zu den Batu Caves, ein paar Hölen, die eng mit dem Glauben verflochten sind, denn im Inneren der ersten 2 Hölen befanden sich bunte Statuen von Göttern mit kleinen Täfelchen darunter, die beschrieben was dieser Gott gerade Tat und wofür er zuständig ist.  Irgendwie ja schon eine schöne Vorstellung, für mich vor allem weil die Götter sehr fantasievoll und bunt sind, als ob sie aus meinen Träumen gesprungen wären ^^ natürlich glaube ich nicht daran, weder der Glaube an einen noch an mehrere Göttinen und Götter hat sich mir bis jetzt stichhaltig erklärt,aber dennoch beeindruckt mich diese Vielfalt und der Detailreichtum der verehrten Gottheiten. Am Eingang der Batu Caves stehen auch ein paar skulpturen, die bekannteste ist wohl die riesige goldene Statue vor der Haupthöle.In dieser Haupthöle hausen kleine Äffchen und im inneren befindet sich ein Tempel. Eine der Hölen – die „Dark Cave“- hat kaum spirituellen Hintergrund, sie dient eher Wissenschaftlichen Zwecken und dazu dem Menschen das Ökosystem Höle näher zu bringen. Ich fand die Führung ziemlich interessant, da sie wieder einmal zeigte, wie leicht ein Ökosystem aus dem Gleichgewicht geraten kann. Es erinnerte mich etwas an mein Seminar “ Ökosysteme in Gefahr“ in dem ich ja auch meine Seminararbeit schrieb. Es ist schön zu dem theoretischen Wissen irgendwann auch einen praktischen Zusammenhang knüpfen zu können. Neben hängenden, viele tausend Jahre Alter Stalagtiten und stehenden Stalagniten wurden uns auch einige Hölenspinnen, Tausendfüßler und anderes Kriechtier gezeigt. Mit Taschenlampen und Helm tasteten wir uns vor in die Höle und schalteten immer wieder das Licht aus, bis wir an einen Ort kamen, der völlig dunkel war wenn man die Taschenlampen ausschaltete. Eine so intensive Dunkelheit hatte ich vorher noch nie gesehen -oder besser – Gespürt. Es war still, die Dunkelheit drang in jede Pore und auch wenn man die Augen anstrengte sah man nichts. Als Stadtkind kennt man das nicht, sogar wenn man die Jalousie herunter lässt wird es nie auch nur annähernd so dunkel sein wie dort. Ich erinnerte mich an die Worte Dr. Abdoul Nachtigallers ( fantasie Edytee von Walter Moers), der eine Dunkelkammer baute um Wissen besser aufnehmen zu können “ Wissen ist Nacht“ …
Und wie wir ja tatsächlich wissen ist “ Wissen […] Macht“. Also muss Macht ja auch irgendwie Nacht und Dunkelheit sein… und genau so fühlte es sich an, wenn man die Dunkelheit einfach zuließ, sie nicht fürchtete, sondern versucht eins mit ihr zu sein. Wenn man mit der Dunkelheit verschmilzt, dann fühlt man sich wahrlich bereichert mit einem neuen Gefühl, das ich gerade beim schreiben in der Sonne wieder fühle *.* … Irgendwann gingen wir allerdings weiter durch einen Windigen Tunnel, obwohl die Höle davor und danach fast gänzlich Windstill gewesen waren … Noch etwas Weiter sah man einen Wunderschönen Sonnenstrahl mit wenigen seiner Schwestern in die Höle fallen. Sie Zeichneten Farbe in die sonst graue Höle und stand man darunter merkte man, dass man das Sonnenlicht doch etwas vermisst hatte…

Fast so, wie ich das Bloggen vermisst habe …
Bis dann,
Melli

Tag 1

In den Einträgen vor der Reise beschrieb ich ja mein teils mulmiges Gefühl, das ich vermutlich immer wieder hätte, nicht zuletzt wegen der langen Flugzeiten. Zuvor war ich längstens 4 Stunden geflogen und die Flugzeit von München nach Kuala Lumpur ist gegliedert in 2 Teile, erst lächerliche 2,5 Stunden in die Türkei und dann 12-13 Stunden nach Kuala Lumpur … 13 Stunden sitzen ist gar nicht so lang, wenn ich mir überlege dass ich zum Lernen auch oft viele Stunden hingesetzt habe. im Flugzeug bekommt man auch noch alle paar Stunden essen und man kann ja Musik hören, Film schauen und zeichnen *.* Außerdem wurde das EM Spiel gegen Italien während der Nachtruhe gezeigt und Lennart (Meine Begleitung) und ich mussten uns sehr zusammenreißen nicht laut zu schreien als wir im 11meter Krimmi doch noch gewannen. Natürlich war ich trotzdem heil froh als wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen und unser  Gepäck zurück hatten. Bevor wir ins Hotel konnten mussten wir noch ein kurzes Visum beantragen, das ständig zu machen ist wirklich nervig, denn man steht ewig in einer Schlange, die siche scheinbar nicht bewegt…
Der Jet Lag wurde aktiv bekämpft, denn wir kamen Mittags in KL an, nachdem wir ja schon etwa einen Tag wach waren und blieben auf den Beinen bis 20 Uhr. Hart war das schon und ich hasste meinen Begleiter dafür mich ständig wach zu halten, aber das war der einzige Weg am nächsten Tag fit zu sein.
Natürlich machten wir uns am Nachmittag gleich auf die neue Welt zu erkunden… Meine Lieben … das war eine absolute Reizüberflutung.

Wir öffnen die Hoteltür, die Heiße, stehende Luft schlägt uns entgege wie eine Wand. Mit schweißbenetztem Körper stehen wir an der breiten Straße und wissen nicht weiter. Linksverkehr. Dreck. Lärm. Durcheinander. Ampeln, die nur der Dekoration dienen und Zebrastreifen die niemand beachtet. Man lernt durchs zuschauen, wenn man sieht dass die einheimischen einfach über die straße hasten, nach dem Motto – die Autos bleiben dann schon stehen. Also gut, alles gut festklammern, einen skeptischen Blick teilend auf eine Verkehrslücke warten und RENNEN !
Wie durch ein Wunder kamen wir heil an und standen prompt mit beiden Beinen in China Town. Rote Lampingons hingen am Himmel zwischen den Häusern. Heiße, feuchte Luft, Straßen schmutz, Fisch, Kokosnuss und der Geruch von heißem Fritieröl steigen uns in die Nase. Die Augen suchen nach bekannten Anhaltspunkten, doch sie finden nichts, sie wissen nichtmal wo oben und wo unten ist… die Seele im völlig freien Fall…
Das Gefühl des Unbekannten ist zunächst befremdlich, aber nach wenigen Momentan lernt man es zu genießen und saugt es auf wie ein Schwamm.

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Essen. Ich habe zwar nicht unbedingt Hunger, aber eine fremde Welt muss man probieren, auch in ihrem Geschmack. Unzählige kleine Stände reihten sich zu unserer Rechten und LInken, kunterbunt, Nur getrübt vom herrein wehenden Smok. wir entschieden uns für Grüne Röllchen auf einem Grill, die in Bambusästen angebraten, herrausgeklopft und dann mit einer Bräunlichen Soße und Kokosflocken begossen wurden. “ Putu Bambu Tradisi“ Stand auf einem großen schild über einem Foto dieser Süßigkeit, ich nehme an, das ist wohl ihr Name. Zu trinken gab es eine frisch aufgeschlagene noch grüne Kokosnuss  und den herzhaften Teil bildeten kleine gefüllte Gebäckteilchen, die man liebevoll selbst zusammenstellen konnte.dsc_9216
Fremdartige Geschmäcker sind nicht immer gut, aber man muss sich darauf einlassen, weil man sonst etwas verpasst… Die Verwendung verschiedener Gewürze ist einfach komplett neu und wenn man Geruchs und Geschmacks Fanatikerin ist wie Ich, dann wird man das Lieben. Nicht weil alles zu seinem lieblings essen wird, sondern wegen der vielen neuen Sinnesadjektive, die man dazulernt.

Das waren die Ereignisse des 2.7.16 & 3.7.16  und nur der Beginn meiner Reise…
Bilder habe ich natürlich auch gemacht, die ich allerdings erst in Deutschland einfügen kann 😉
Außerdem wird es einen Beitrag zur schmal ausgefallenen Planung und finanzierung der Reise Geben, dazu muss ich allerdings erstmal meine Kontoauszüge von der Bank holen ;P
Bis morge vielleicht, ihr neugierigen Leser,
eure Melli

Kuala Lumpur

Zu sagen Kuala Lumpur waere schoen, waere eine Luege … Kuala Lumpur ist laut und dreckig. Allerdings wuerde ich die Tage hier als einige der schoensten Tage meines Lebens bezeichnen. Wenn man genauer hinsieht sieht man zwischen dem ganzen Dreck naemlich auch viel schoenes…Eine andere Welt, voller fremder Kulturen, Gerueche und Geschmaecker die unterschiedlicher kaum sein koennten…das liegt unter anderem daran, dass sich Muslime, Hindus und Buddhisten das Land teilen und so auch ihre Kulturen von der Kueche bis zum Gebetshaus in der Stadt ausbreiten…
Eine Stadt voller gegensaetze, die Aermsten leben direkt neben den Reichsten, die Reichen bauen Hauser bis in die Wolken, die Armen bauen darunter ihre Wellblechhuetten… Neben den noblen Hotels broeckeln die Stra-en und die Kanalisation liegt an manchen Stellen frei. Eine Strassenverkehrsordnung scheint es nicht zu geben, rote Ampeln gelten mehr als Empfehlung als als Regel und als Fussgaenger sollte man am Besten einfach ueber die Strasse laufen, um nicht 10 Minuten auf die gruene Ampel zu warten…
Ist man erstmal ueber die Strasse gekommebn ohne ueberfahren worden zu sein, findet man hier sogar Einkaufshauser, die so grtoss sind, dass es in einem sogar eine Achterbahn gibt…Mittagessen bekommt man hier umgerechnet fuer 2 Euro man sollte es si8ch nur nicht von den Affen klauen lassen.

liebe Gruesse aus Kuala Lumpur,
eure Melli