Kühler Morgen Luftzug

Ich komme heim und es ist auch schon gar nicht mehr Morgen auch wenn ich das Gefühl habe ein kühler Windhauch bließe mir ins Gesicht. Er bringt den Geruch von blühendem Jasmin und dem Aroma Sonnengebadeter Haut. Ich denke an das Gestern, Heute und Morgen.
Gestern war ein ruhiger Tag, ausgeglichen lag ich abends in meinem Bett und war zufrieden mit der Welt und mir. Genau wie Heute, aber schon heute Morgen wehte wieder dieser frische Wind, ganz losgelöst vom Alltag, gekommen aus dem Nichts, wo er wahrscheinlich auch wieder hinziehen wird, während er aus allen Ecken einen Hauch von Vertrautheit mitnimmt. Das Morgen wird er wohl nicht durchwehen, zumindest nicht der selbe Hauch, denn dieser ist morgen wohl schon weit über alle Berge, andere Ufer erschließen, andere Gerüche aufnehmend, sich nur ein winziges Stück weit an meinen erinnernd, als er mich die letzten Morgen striff.

Fast kontextloses Gedankenwirrwar…
Sehen uns im Morgen,
Melli

 

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Totlachen

Manchmal könnte ich heulen vor Verzweiflung.
Manchmal mache ich das auch.
Manchmal aber lache ich auch aus Verzweiflung.

Und ich kann euch nicht mal sagen was ich bescheuerter finde 😉
Das eine drückt meinen Gemütszustand wenigstens aus und dauert nur 1-2 Tränchen… das andere … naja ich kann dann einfach nicht aufhören mit dem Lachen ;P
Erst Lache ich weil ich sehe wie doof mein Problem ist. Dann lache ich, weil ich lache. Darauf wird über die Tatsache über ein Problem zu lachen, gelacht. Und weil ich beim Lachen noch daran denke warum ich das wohl tue, lache ich gleich noch viel mehr. Bis mir die Tränen kommen vor Lachen…
Irgendwann ebbt es ab und ich sitze da und wundere über mich selbst.

Warum gerade jetzt dieser Erguss über das Totlachen? Weil ich gerade in dieser Situation war ;P Morgen ist Geschichte Abi… Ich kann Alles. Ich meine es ernst, frag mich was, ich bin ein wandelndes Lexikon. … Aber langsam drehe ich echt durch… (wie ich bestimmt schon in zig Beiträgen gewarnt habe ;D) Ich kann nicht mehr. Ich habe keine Angst vor morgen, aber ich kann jetzt nicht mehr den ganzen Tag rumsitzen und lernen …
bzw. ich kann schon … aber dann merke ich wie es mir zu Kopf steigt.
Einen Moment später muss ich Lachen oder heueln oder schreien… ich sollte ein Feuer in meinem Zimmer anzünden, weil ich bestimmt aussehe wie Rumpelstielzchen, das ums Feuer tanzt – manchmal.
„Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich durchdreh von dem Scheiß“
(Außer jetzt natürlich du … und du und du … ja du auch … )

… Vielleicht sind das einfach die ganzen Emotionen die ich beim lernen immer wenn mir etwas außerschulisches durch den Kopf geht, In eine Ecke dränge bis die Ecke voll ist ;P
Es ist wie mit dem Aufräumen… wenn sich die Wäsche bis zur Decke stapelt… dann MUSS man nunmal aufräumen, oder man erstickt isrgendwann im eigenen Chaos ;P

Naja ich geh dann mal …
Lernen… auch wenn ich nicht weiß was genau …
Vielleicht noch ein wenig Wissen außen rum …

Übrigens… der Eifelturm wäre beinahe eine große Guillotine geworden… (war ein anderer Bauvorschlag)
Und Übrigens, die Guillotine wurde in zusammenarbeit von einem Deutschen und einem Franzosen entwickelt…
Und übrigens, das Wort Erbfeind betraf in der Geschichte nicht immer den Franzosen (Früher wars der Türke, bis er in ‚Deutschland‘ einwanderte und der Franzose tatenlos zusah – da hat man den Erbfeindbegriff einfach übertragen)
Und übrigens …
Ach egal…
Wenn man so viel Input hat, dann ist auch viel interessantes aber unwichtiges Dabei XD

Bis dann.
Melli

Gewissheit

Mittlerweile hat sich doch ein gutes Muster abgebildet.
Ein Muster, auf das ich mich Gott sei Dank verlassen kann, andernfalls hätte ich wohl schon einige Leichen im Keller.
… Immer, ausnahmslos immer, wenn ich mich wirklich fertig fühle, bekomme ich diese Vorahnung, dass ich nur 1-höchstens2 Tage Regenerationszeit brauche um mich danach definitiv besser als vor dem Überlaufen des Fasses zu fühlen. In ganz schlimmen Fällen kann das auch eine Woche dauern, aber nur wenn ich nicht unmittelbar vor mir irgendwelche Aufgaben zu meistern habe.
Ich weiß nicht wie das funktioniert, aber vermutlich u.a. weil ich mich darauf verlassen kann, dass es funktioniert. Wenn ich am Verzweifeln bin und weiß, dass das Gefühl nicht all zu lang anhält, ist es schon wieder nur halb so schlimm…
Und dann denke ich mir immer
„Tomorrow is another day“

Und irgendwie ist das wahr.
Morgen ist noch ein Tag. Ein anderer, vielleicht sieht da auch alles ganz anders aus, vielleicht hat sich mein Problem in Luft aufgelöst, vielleicht kam es nicht so schlimm wie erwartet, vielleicht kam es sogar noch viel schlimmer – aber jetzt ist es vorbei.
Und gerade weil morgen noch ein Tag ist, ist es wirklich falsch heute schon zu scheitern… oder gar aufzugeben ;P

Durchhalten!
Bis wann? Ich weiß nicht, ich würde sagen bis ich tot umfalle.
lg
Melli
mit ungewohnt viel Tatendrang und Optimismus

 

Edit:
Ich höre gerade dieses Lied von Anette Louisan… und diese Zeile pass gerade wohl wirklich gut:

Das Leben spielt auf Zeit,
Bis es gewinnt,
Grad wenn du brüllst und schreist
Stellt es sich blind
So viel Dinge bekommt man erst dann,
Wenn man sie nicht mehr gebrauchen kann.

Das Schicksal lacht dich aus
Voll Ironie
Es zieht dich rein und raus,
Spielt Lotterie

Erinnerungsdialog

Dein Würfel blinzelt mich an, dieses Bild sagt wohl mehr als 1000 Worte.
Worte hm wer braucht schon Worte. Dialoge benötigen Worte, aber auch Dialoge sind nicht immer esentiell. Manche Dinge leben von ihrer Unausgesprochenheit, denn es wäre schade wenn man alles auf einen realen Nenner bringen könnte.
Mit Worten ist es wie mit Taten, tut man ständig was Gutes und einmal was Schlechtes, erinnern sich die Leute nur an das schlechte, das ist wohl, warum Worte so gefährlich sein können, v.a. geschriebene. Trotzdem sollte man sie verwenden, da schöne Worte auf jeden Fall besser sind als keine Worte. Ich schwelge gerade etwas in meinen Erinnerungen weil das letzte Wort ein Weilchen her ist… oder nicht ? Eigentlich nicht, eigentlich interagieren wir ständig. Wortlos, fast schriftlos eher so auf Gefühlsebene und der Ebene des Mitlesers.
Natürlich habe ich die Zeit auch genutzt zum nachdenken. Was soll ich auch anderes tun mich im Kreis drehen und Wölkchen zählen?… Ich erinnere mich an viele wunderschöne Momente, Dialoge und perfektes Schweigen. Aber etwas heftet sich an meine Versen. Ein zweiter Schatten, zu meinem eigenen dazu. Der Schatten ist ziemlich direkt in seiner Funktion. “ Hey Mann, wir brauchen einen Plan“
Oh man dieses geplane… Wie viele Pläne gab es schon ? 2 ? 3? 4? 0?
Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass einer her muss.
WIe gerne hätte ich alles einfacher, so ganz planlos. Aber was der Schatten im Moment weiß ist, dass es genau so, mit einem Chaotischen „Irgendwie irgendwann irgendwas Plan“ nicht funktioniert.
Das ist nicht schlimm.
Es war vorhersehbar, dass es kompliziert werden würde so ohne Hand und Verstand, deshalb bin ich nicht zu sehr beunruhigt. Es muss nur ein Plan sein, der realistisch ist. Ein nüchterner Plan, ein Plan der sich nicht anfühlt wie “ warten wir mal eine Ewigkeit ab und lassen während des Wartens das Leben verstreichen…“ Vielleicht schmerzt der Plan am Beginn, vielleicht führt  er aber auch unmittelbar zu glücklichen nicht-erinnerungs-dialogen.
Eine Hürde.
Die man nehmen kann.
lg
Melli :*

Verständin (w)

Ich beginne nun wieder mit dem Lernen, denn die mündlichen Prüfungen sollte ich nicht unterschätzen.
Wahrscheinlich werde ich dennoch weiter Bloggen ich habe sonst das Gefühl, dass mein Verstand mir den Kopf platzen lässt. Das nicht, weil ich davon so viel mehr habe als ich mir wünsche, sondern eher weil er meint laut schreien zu müssen. Mein Verstand war immer schon laut. Aber nicht so kreischend laut wie momentan. Ich bin froh, dass ich ihn habe, allerdings war er zum Lernen auf die schriftlichen Abiprüfungen eher lästig… Mein Verstand war der Meinung, es sei nicht gesund den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen und zu lernen. Da hatte er recht. Sowohl körperlich, als auch geistig habe ich mich doch etwas verloren. … Aber das war eine einmalige Chance, in die sich mein Verstand  nicht einmischen hätte sollen… ich fühlte mich leider gezwungen ihm einen Vogelkäfig zu kaufen und ihn hineinzusetzen, um ihn nur noch in der Ferne zwitschern zu hören.
Nun am Wochenende hatte ich ja Zeit für mich… Ich habe ihn freigelassen. Ich musste, sonst wäre er wohl dahinkrepiert. Naja und jetzt hackt er mit seinem Schnabel auf meinem Kopf rum und fragt Fragen, die ich nicht beantworten kann, Fragen deren Antworten nur die Zukunft kennt… Fragen die mich teilweise verunsichern, Fragen die mich wütend machen … Fragen die zum schwärmen anregen, Fragen in die ich mich verliebe. Es ist schön sie zu haben. Man hat immer etwas zu tun mit ihr. Manchmal erzählt sie mir Märchen, oder ich lasse mich von philosophischem weit hergeholtem Schafgeblöke berieseln. Wenn ich mit den Nerven am Ende bin, dann ist sie oft daran schuld. Aber sie ist es auch, die mich nicht im Stich lassen kann. Kann nicht, weil sie ohne mich nicht existiert. Immerhin wohnt sie in meinem Kopf und wo soll sie auch hin wenn nicht da hin.
Natürlich ist mein Verstand eine Frau.
Das macht die Sache ja manchmal so kompliziert.
Wäre mein Verstand ein Mann, dann ich weiß nicht, vermutlich könnte ich dann ein paar schmutzige Filmchen zur Beruhigung schauen.
Aber so ein weiblicher Verstand ist da etwas anders.
Sie will gehört werden, dafür gelobt werden, dass sie dir grade den Kragen gerettet hat, sie WILL ein neues paar Schuhe auch wenn mein Verstand ja gar keine Füße hat.
Wahrscheinlich denkt sie sich, die Schuhe sähen gut an den Füßen ihres Hauses aus.
Manchmal wüsste ich gerne ihr Geheimnis, würde gerne in ihren Kopf schauen können, aber das ist nunmal eine Utopie.

Und dann geht sie ein wenig spazieren in meinem Kopf, sammelt ein paar Staubflusen, zerbrochene Krüge, Gebeine, Fotos und Puzzleteile auf, bringt sie in die Kisten in die die jeweiligen Gegenstände gehören und wenn sie damit fertig ist, geht sie zu ihrer Lieblingsschublade. Ich kann euch nicht sagen, was darin ist. Ihr Inhalt ist täglich neu. Vielleicht hat er recht wenn er schreibt „Das einzig konstante im Leben ist die Veränderung“.

Vielleicht täuscht er sich aber auch.  Man weiß es nicht. Auf jeden Fall ist der momentane Beschluss, es so zu sehen. Es so zu sehen, dass die Welt sich eben jeden Tag dreht. Vielleicht wird man nur schlau daraus, wenn man es auf sich zukommen lässt, wenn man Veränderung hinnimmt. Im Endeffekt bleibt mir eh nichts übrig. Denn die Veränderung kommt so oder so, ob ich sie nun freudig erwarte oder sie fürchte spielt dabei keine Rolle. Vielleicht bade ich morgen in Eis. Vielleicht gehe ich morgen raus und meditiere in der Zeit, die ich nicht habe.
Vielleicht lasse ich mich morgen auch einfach stündlich neu inspirieren.
Mein Verstand fragt gerade wer das hier eigentlich liest, letztlich ist es nichts weiter als ein niedergeschriebener dialogisierter Monolog meiner Verständin und ihrer Akteurin. Oder vielleicht sogar ein echter unausgesprochener Dialog …

Und das ganze Denken kommt davon, dass ich Zeit habe. Ich denke, wenn ich erstmal wieder länger Zeit hatte, dann schreit  meine Verständin mich auch nicht mehr so an, sondern redet in einem normalen Ton mit mir.

So

Das wars.
Abruptes Ende ich weiß.
Aber ich bin ja mit dem Denken auch noch nicht fertig.
Nicht, dass ich jetzt jeden Tag über meinen Kopf schreiben werde,
Nein,
aber denken kann man unendlich weit und deshalb hab ich auch noch viel vor mir.
Ich hab (manche von) euch lieb
(manche kenn ich auch einfach nicht und hab sie genau deshalb lieb XD)
Und dich ganz besonders.
Das weißt du sowieso. Und auch wenn sich alles ändert.
Ich denke, dass ich dich immer lieb haben werde.
Du bist nicht nur Mitmensch,
Du bist auch Mitverstand (m).
Manchmal höre ich dich.
Weisheiten brabbeln.
Eure
Melli ;*

 

Und Tschüss

Ich kann es nur empfehlen…
mal durch sein Whatsapp zu scrollen, o.ä. und sich seine Kontakte genau anzusehen.
Man wird feststellen, dass die Hälfte nicht einmal mit Namen eingespeichert ist. Ein Drittel der Übrigen sind Gruppen, von denen man eh nichts wissen will und ein anderes sind Leute von denen man nichts mehr hören will.
Warum die Hälfte der Leute nur Nummern sind?
Naja man bekommt ein neues Handy… und schafft es ein halbes Jahr nicht, die Leute zu den Kontakten hinzzufügen. Und was bedeutet das ?  Wenn ich es nach einem halben Jahr immernoch nicht für nötig halte jemandem einen Namen zu geben, oder die Personen gar noch mit Dvbljjoi!236hor einspeicher, dann wird diese Person auch nicht von all zu großer Wichtigkeit sein. Oder gar noch schlimmer – die Leute haben einen mal interessiert, sonst hätte man ihre Nummer ja nicht mehr, aber jetzt sind diese Zeiten vorbei.
– man will auch gar nicht deren neue depri Status-Sprüche lesen bei denen man sich dauerhaft an den Kopf fassen will, oder die Bilder sehen auf denen sie mega glücklich auf den Bahamas chillen. Ich will auch nicht sehen wann wer mit wem zusammenkommt und es interessiert mich auch nicht, welchen Abi Schnitt sich manche Leute in den Status schreiben oder wie besoffen sie letzte Nacht waren.
Ob jemand jetzt 18 geworden ist, oder welche neuen Biomuffins gerade aus Karroten gebacken wurden tangiert mich genauso extrem peripher.

Abgesehen davon gibt es noch diese Gruppen in denen diese Geschmacksvergewaltigungen gepostet werden o.O unter die dann jeder schreibt “ oh wie lecker *.* toll ein Gurken-kohl smoothie, darauf hätte ich jetzt auch mal wieder Lust“

Ich kann diese Gruppen nicht leiden.
(- zumindest seit es da kein echtes Essen mehr gibt XD)
a) Weil ich für einen Schweinebraten ohne Schwein kein Rezept brauche.
b) Weil auf einmal ALLE Leute alternatives Essen preisen… auch die bei denen es klar ist, dass sie es niemals essen würden.
c) Weil als Folge daraus, entweder alle dieser Leute von Heute auf Morgen alternativ geworden sind, oder weil mindestens die Hälfte lügt.

Apropos lügen.  Es gibt da noch diese Gruppen, die im Titel etwas stehen haben wie “ Wir 7 sind unzertrennbar“ – Diese Gruppe besteht nur aus Telefonnummern…  Wieso nochmal genau bin ich überhaupt in dieser Gruppe?  – gewesen.
gewesen

Ja ich hatte gerade eine der erfüllensten halben Stunden meines Lebens … Beim ersten mal Durchscrollen hab ich nur ein – zwei Gruppen und ein – zwei Leute gefunden, die mich – erst recht nach der Schule- nicht mehr interessieren.
Naja und dann kam, wie bei allem was Spaß macht- der Rausch…
Ein paar Leute die ich nicht will musste ich leider noch behalten, ebenso wie ein paar Gruppen für Mathe und Deutsch etc. … Dafür habe ich einige Nummern löschen können, sowie einige ‚echte‘ Kontakte …

Also Falls einer von euch eine Unternehmung fürs Wochenenede sucht- bleib zuhause und überleg dir, wen du wirklich in deinen WA/… Kontakten sehen willst.
Es ist so viel unnötiger Ballast.
So viele Sojamilch Schnitzel
die ich jetzt nicht mehr
sehen muss – YEEEES

Ach ja, Mathe und
Deutsch liefen gut
eure Melli
;*

Das Gespräch

Es war ein lustiger Abend gewesen. Das Gespräch wurde jedoch zunehmend ernster.
„Ich weiß bis heute nicht warum sie gegangen ist, das ist was mir weh tut, nicht die Tatsache, dass sie nicht mehr da ist“
“ Sie hasst dich nicht, das weißt du, oder?“
„Ja… aber ich sie“
Sagte ich mit der Stimme eines trotzigen Kindes.

Das stimmt nicht … Ich hasse sie nicht… natürlich nicht …
Tote hasst man nicht – für mich ist sie gestorben.

Eine letzte Sommersprosse verbleicht aus meiner Erinnerung, vielleicht um ihr die letzte Ruhe in meinem Kopf einfach zu gönnen.00027