Nachbarn II

… Habe ich schon mal erwähnt wie sehr ich Nachbarn … HASSE ?
… Alle 2 Wochen feiern meine Nachbarn Kindergeburtstag…
Im Garten…
Mit Sackhüpfen …
Und Kindern die preissisch reden … bzw. schreien…
Und Eltern die schreien “ Jaaa toll springst du auf dem Trampolin HÖHER HÖHER“
Ich glaub ich beantrage in der Satdt morgen einen Lärmschutzwall…

Oder nein … warte mal …
Ne fällt mir ja gar nicht ein, dass ich mich abschirme von deren Lärm.
Ich mach zur Abwechslug einfach selber Lärm.
Fenster auf Lernvideos auf volle Lautstärke und einfach genießen 😉

Hach ist das schön wenn die Nachbarn im Garten vor lauter Kindergeschrei und Biologievideos ihr eigenes Wort nicht mehr verstehen XD

Ich sags euch… ich koche vor Wut… warum muss ich mich bei denen überhaupt beschweren ? Ist es nicht selbstverständlich, dass man die Kinder nicht wie ein Wolfsrudel in den Garten stellt und sie anheizt möglichst laut zu schreien ?! Ich sag ja echt nix dagegen wenn die MAL laut sind … aber die sind nicht MAL laut, sondern IMMER laut… uaaahhh …
Das erinnert mich an dieses Radioquiz … „Was würdest du tun wenn du ein Leben lang 1000 € am Tag bekommen würdest“
Ganz ehrlich? Ich würde alle Häuser um mein eigenes herum kaufen und Musen daraus machen … oder einfach leer stehen lassen …
Das wäre glaube ich ungefähr das sinnvollste was ich mit 1000€ pro Tag machen könnte…
Damit tu ich der Krankenkasse einen Gefallen, weil so bekomm ich sicher nochmal nen Schlaganfall vor lauter Wut…  *rage*

Oh warte mal… *lauscht zu den Nachbarn*
Heyyy die sind ja leise geworden ^^ Macht es vermutlich keinen Spaß Kindergartentreffpunktpartys zu feiern während es um Disoxyribonucleinsäure geht ?
Das tut mir jetzt aber leid, weil ich nämlich ganz schlecht höre und leider das Fenster offen lassen muss für die nächsten Stunden …
… Guuut eine diplomatische Lösung ist das nicht… aber ich brauch ja auch keine diplomatische Lösung … so ist es viel lustiger …
falls sie nen neuen Teil von bad neighbours drehen, meld ich mich freiwillig…

Liebe Grüße und einen ruhigen Abend euch
Melli ;*

Der kleine aber feine Unterschied zwischen Charme und Scham

Mit einer Hand an einem Pfosten abstützend, in der anderen Hand eine Brenzn und mit dem Gesicht im Mund einer Brünette lehnend, stand da ein Junge wie der schiefe Turm von Pisa, der mir leicht bekannt vor kam … ein wenig … ich ging weiter durch das laute Bierzelt, in dem perfekte Wiesn‘ Stimmung herrschte, an ihnen vorbei in Richtung meines Platzes.
Einen Augenblick später übergoss sich ein Fass Realität über mich, als hätte mich einer der Besoffenen von oben bis unten vollgekotzt.
Mit diesem Elend, das da so torkelte… war ich 1 1/2 Jahre zusammen gewesen …
Uiuiui … automatisch blieb ich stehen, machte auf dem Absatz kehrt und bestätigte meine Vermutung.
Sein Haar war zerzaust auf seinem Kopf gesessen wie eine gegen den Strich gestreichelte Katze …
Wie tief kann man sinken an einem Wiesn Tag ? … Nicht ein einziges Mal hatte ich ihn so erleben müssen, er war immer der Junge gewesen, der alle 20 m seine Frisur im Fensterglas kontrollierte. Immer mit Haltung, so wie ich, aufrecht durch das Leben schreitend, Stolz ausstrahlend bis in die Fingerspitzen.
Nun war nicht mehr übergeblieben als ein Waschlappen, getränkt in 3 Promille mit der Frisur eines Wischmops.
Hastig drehte ich mich wieder herum und marschierte weiter… sofort bereute ich meine Entscheidung, es war einfach nicht sehr mutig und stolz, vor seinem Ex Freund zu fliehen. Lieber hätte ich meine Frau stehen sollen, ihn auf frischer Tat zu ertappen mit den Worten “ Entschuldigung ich wollte euch nicht beim Knutschen stören, aber man weiß ja nicht, wann man sich wieder über den Weg läuft “
Und ja ich hätte das locker hinbekommen, denn die Brünette, die sein Opfer geworden war, ob Freundin oder nicht, hätte von mir nur Mitleid geerntet, weil ich genau weiß, was noch so auf sie zu kommt und was nicht … zurück an meinem Biertisch, mit meiner besten Gesellschaft „der Mass“ erzählte ich gleich meiner Freundin von diesem ominösen Ereignis.
Ein paar Minuten wurde ich still, der Gesang und das Klirren von Bierkrügen hörte ich nur noch stumpf und die Bilder wurden unscharf. Meine Seele versuchte in all dem Durcheinander ein Appel an mich zu richten beginnend mit einer Frage „Hat es dir weh getan ihn so zu sehen?“ Ich überlegte kurz und horchte tief in mich hinein… fragte mein Herz, ob es noch heil war und meine Augen, ob sie diesen Anblick verkraftet hatten. “ Nein “
Nein, es hatte nicht weh getan… es war ein kleiner Mix aus Mitleid, sowohl für sie als auch für ihn, Ekel und einer kleinen, aber sehr edlen Priese Schadenfreude.
„Na dann versprich mir, dich ihm zu stellen, es gibt keinen besseren Moment als es jetzt zu tun“
Sagte eine kluge Stimme in mir “ JA “ Schrie ich zurück. Die Welt beschleunigte sich wieder, mein Blick klärte sich und ich wusste was zu tun war.
Meine Freundin, von Neugierde getrieben, hatte nachgesehen ob er noch da stand… anscheinend nicht… doch als sie meinte, sie würde auf die Toilette gehen, entschloss ich mit zu kommen um die Gelegenheit beim Schopf zu packen.
ein rot kariertes, kleines Hemd  stand einige Meter vor uns, ich sagte “ warte mal kurz“ und peilte mein Ziel an… mit jedem Schritt wurde ich mir bewusst, dass ich sein konnte wer ich wollte, vergeben, reich, glücklich, verzweifelt, doch ich entschied mich, ich selbst zu sein und meinen eigenen Charme in ganzer Linie darzustellen.  „Hey M. Alles klar?“
„Oiiddaa M. schau“ sagte sein Freund in ungläubigem Tonfall.
M. sah vom Boden auf, in meine Augen und das erste was aus seinem Mund waberte war ein verschwommenes „Ouuuhh Shit“ es war wohl ein Ausdruck seiner Scham gewesen…
Mein Herz lachte laut und herzhaft als es sah wie er vom einen aufs andere Bein torkelte.
Wir umarmten uns. Nicht wie zwei Fremde, nicht wie ungewollt, sondern beide wie froh über das Geschehniss. „Mmmmmmmmmmmm  llleiii… MMMMMllliiiiiiii äähhh Mmääällliii“  süß, wie er versuchte gegen die Unklarheit in seinem Kopf an zu kämpfen, und ihr doch so weit unterlag, dass er meinen Namen nicht mehr aussprechen konnte… “ Ja ja, lern du erstmal meinen Namen wieder aussprechen“ sagte ich, ihm auf die Schulter klopfend. Er begrüßte meine Freundin freudig, so wie ich seinen Freund… „Ich kaaan deinennn Name nn och sagen“  entgegnete er mir… „Wie gehts dir ?“ Fragte ich ihn zügig “ schlecht iiiich haaab vil su vil gedrunken“
„hahah ja ich sehe es, gut dass ich dich nie so erleben musste“
“ Ich pass auf ihn auf“ meinte sein nüchtern wirkender Freund „Oh Danke, denn ich kann das jetzt nicht mehr“
“ Es tut mir leid“ Unterbrach M. uns… ich wusste nicht für was er sich entschuldigte…, dass er so unglaublich betrunken war, in Bayern würde man sagen ‚bsuffa wir’a Haus‘, oder dass er mich zu einem stärkeren Menschen gemacht hat, weil er dachte mein Herz zerbrochen zu haben? “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“ “ Es tut mir leid“
erzählte M. so, wie auch seine Augen in meine sprachen … Die Haare platt in die Stirn gedrückt, mit einer Körperhaltung wie ein voll geschissener Damenstrumpf, schlang er einen seiner biergetränkten Arme um meinen Hals und zögerte kurz, bevor er mir ins Ohr säuselte “ Wiaa schreibbn mal wieda ..“  “ Wenn du magst kannst du mich anschreiben“ entgegnete ich und wusste, dass das mein purer Ernst war. Ich würde ihn nicht anschreiben, ich hatte ihm nichts zu sagen, was er hören wollen würde und dennoch würde ich mich tatsächlich freuen, wenn er irgendwann mal wieder etwas von sich hören ließe, er war ein wirklich netter Typ, interessant und sicher für ein gutes Gespräch geeignet 😉 “ Schuligung“  „ja ja, ist ja gut“ Seine Reh Augen suchten etwas in meinen, das sie scheinbar nicht fanden, denn sie wanderten über meinen Hals hinab zu meinem Ausschnitt und weiter zu meinen Beinen und schließlich Füßen. Es dauerte einen Moment bis er den Kopf wieder Hob, noch einmal über meine Beine, Meinen Ausschnitt, Hals und zurück in meine Augen.
Ich werde diesen Blick niemals vergessen, er war wie der eines Mannes, der 50 Jahre allein in der Wüste gesessen hatte und dann auf einmal von einem Hubschrauber direkt in einer Oase mit 72 nackten Jungfrauen abgesetzt wurde. Die Augen so weit aufgerissen, dass man Zahnstocher zwischen den Lidern einklemmen hätte können und das Gesicht so Jung aussehend als wäre er gerade 14 geworden, begann er wieder zu wackeln und fiel fast um. Ich nahm ihn an den Schultern und stellte ihn wieder hin mit den Worten “ nicht umfallen, bitte nicht umfallen“  „Schulligung es dut mir so lei“ die Scham war ihm anzusehen.“ ist ok, man sieht sich“ Ich verabschiedete mich von den beiden, M. torkelte noch ein wenig im Kreis und wir schritten weiter Richtung Bad.

Ich strahlte vor Freude… eines war klar, ich war definitiv in der Pole position gewesen und konnte diesen Moment wirklich genießen … Ich hatte seit unserer Trennung glaube ich nie daran gedacht, mich an ihm zu rächen… Ich hatte mir immer gewünscht, dass er seinen Weg geht und da ankommt, wo er hin will… dennoch war es lustig zu sehen, wie es ihm das Leben scheinbar von allein zurückzahlte und mich eingeladen hatte, das Schauspiel mit anzusehen. Jeder Zentimeter meiner Haut jubelte, besser hätte die erste Begegnung mit meinem Ex nicht laufen können, Ich, meinen ganzen Charme auspackend und er gepeinigt von der Scham der auf ihn hereinbrechenden Tatsache, dass dieser Augenblick vielleicht ein Spiegel unseres ganzen Lebens sein konnte.
Und sind es doch nur wenige Buchstaben die Charme und Scham unterscheiden, ist es doch nahezu der gleiche Wortlaut… So wie mit uns zwei… Wir sind uns so ähnlich in jeder Hinsicht, doch unser Grundgerüst unterscheidet uns. Deines gebaut auf einem Kunstvoll gebautem Netz aus Worten, meines auf einem soliden Sockel aus Tatsachen und Prioritäten

Was wohl geschehen wäre, wenn wir Rollen getauscht hätten ?

Danke liebes Leben, dass du manchmal in meinem Team spielst.
Danke M., dass du mir zeigst, dass alles gut ist wie es ist und ich dich trotzdem gut leiden kann
Danke Mut, dass du mich immer aufstehen lässt, das zu tun, was am besten ist, nicht was am einfachsten scheint
Danke Freund von M., dass du auf ihn aufpasst, bitte gib dir Mühe und halte ihn von dummen Sachen ab.
Danke, Danke, Danke

Liebste Grüße,
Melli

Nachbarn

Nachbarn, die guten alten Nachbarn, sie backen in der Winterzeit Plätzchen, informieren sich über dein Wohlergehen, gratulieren dir zu jeder Gelegenheit, kurzum, sie bereichern dein Leben.

Denkste !

Das sind vielleicht eure Nachbarn, oder Nachbarn die stumm sind oder vielleicht habt ihr auch das Glück neben einem Friedhof zu leben !

Ich wurde leider mit einer ganzen Straße von lebendigen Nachbarn gesegnet… hier mal kurz ein Überblick… in meiner Straße wohnen :

Die Messies, mit 6 kläffenden Hunden (die nie Gassi gehen), und 5 unerzogenen Kindern, unter „kontrolle“ einer alleinerziehenden Psychologin

Der Sauftrupp, 3 Dicke Freunde die gern mal einen über den Durst trinken ( sind nüchtern allerdings recht nett) und dann lauthals die ganze Straße zusammenschreien

Die HundvordieTürSteller, Diese netten Leute setzen ihren Hund Nachts vor die Tür, damit er alleine Gassi geht… wenn er wieder ins Haus will, beginnt er zu bellen, nur dumm dass das Herrchen schon schläft…

Die alte Schachtel, sie füttert die 6 Hunde meiner Nachbarn, wodurch ein riesen gekläffe beginnt.  -.- Außerdem beschimpft sie meine Eltern aus heiterem Himmel ?!

Die Heimatlosen Kinder. Ein ganzer Wohnblock der seine Kinder alleine zum Spielen auf die Straße stellt… die Kinder sind allerdings meist erst 2-3 Jahre alt und alle paar Stunden wird eines fast über den Haufen gefahren.

Die Laubbläser. Sobald ein Sonnenstrahl in unseren Garten fällt und man diesen auf der Terasse genießen möchte, beginnnen die Laubbläser Blatt für Blatt von links nach rechts und von rechts nach links zu pusten.

Ihr seht, für Lärmbelästigung ist jeder Zeit gesorgt …

Bei solchen Nachbarn würde ich mir manchmal gern mein eigenes Grab schaufeln…

Heute hat die alte Schachtel dann am Sonntag um 10 Uhr die Hunde gefüttert und sich noch mit uns angelegt. Sie hat mal wieder einfach so angefangen uns zu beschimpfen, weil wir die Hunde nicht mögen o.O… im Endeffekt kommt sie aus einem Land vor unserer Zeit, denn sie denkt immer noch, dass alte Menschen immer in allem recht haben… ich bin zu fast allen alten Menschen nett… außer zu denen, die mir zu beginn einer Diskussion sagen ich soll still sein, ich hätte nicht das Recht mit ihnen zu Diskutieren weil ich nicht wie sie schon mit einem Bein im Grab stehe… im Endeffekt habe ich dann gesagt, dass ich mit ihr eh nicht mehr lange reden muss, denn sie ist ja schon 85 Jahre alt… Sie ist ein böser Mensch, eine Inkarnation des Teufels wahrscheinlich…

Ich habe mich bis heute immer gefragt warum sich manche Stars ganze Wohnviertel kaufen und dann allein in einem Haus wohnen… jetzt weis ich es und ich muss sagen, wenn ich mal so viel Geld über habe, kaufe ich mir auch eine ganze Straße… eine Straße, in deren Mitte ich wohne, die links und rechts einen Grenzübergang besitzt und in die man ohne Erlaubnis nicht hinein kommt *-*

Kennt ihr das, diese bösen Menschen, die euer Leben mit ärger bereichern ?

Ich leider schon

liebe Grüße,

Melli