Tag 1

In den Einträgen vor der Reise beschrieb ich ja mein teils mulmiges Gefühl, das ich vermutlich immer wieder hätte, nicht zuletzt wegen der langen Flugzeiten. Zuvor war ich längstens 4 Stunden geflogen und die Flugzeit von München nach Kuala Lumpur ist gegliedert in 2 Teile, erst lächerliche 2,5 Stunden in die Türkei und dann 12-13 Stunden nach Kuala Lumpur … 13 Stunden sitzen ist gar nicht so lang, wenn ich mir überlege dass ich zum Lernen auch oft viele Stunden hingesetzt habe. im Flugzeug bekommt man auch noch alle paar Stunden essen und man kann ja Musik hören, Film schauen und zeichnen *.* Außerdem wurde das EM Spiel gegen Italien während der Nachtruhe gezeigt und Lennart (Meine Begleitung) und ich mussten uns sehr zusammenreißen nicht laut zu schreien als wir im 11meter Krimmi doch noch gewannen. Natürlich war ich trotzdem heil froh als wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen und unser  Gepäck zurück hatten. Bevor wir ins Hotel konnten mussten wir noch ein kurzes Visum beantragen, das ständig zu machen ist wirklich nervig, denn man steht ewig in einer Schlange, die siche scheinbar nicht bewegt…
Der Jet Lag wurde aktiv bekämpft, denn wir kamen Mittags in KL an, nachdem wir ja schon etwa einen Tag wach waren und blieben auf den Beinen bis 20 Uhr. Hart war das schon und ich hasste meinen Begleiter dafür mich ständig wach zu halten, aber das war der einzige Weg am nächsten Tag fit zu sein.
Natürlich machten wir uns am Nachmittag gleich auf die neue Welt zu erkunden… Meine Lieben … das war eine absolute Reizüberflutung.

Wir öffnen die Hoteltür, die Heiße, stehende Luft schlägt uns entgege wie eine Wand. Mit schweißbenetztem Körper stehen wir an der breiten Straße und wissen nicht weiter. Linksverkehr. Dreck. Lärm. Durcheinander. Ampeln, die nur der Dekoration dienen und Zebrastreifen die niemand beachtet. Man lernt durchs zuschauen, wenn man sieht dass die einheimischen einfach über die straße hasten, nach dem Motto – die Autos bleiben dann schon stehen. Also gut, alles gut festklammern, einen skeptischen Blick teilend auf eine Verkehrslücke warten und RENNEN !
Wie durch ein Wunder kamen wir heil an und standen prompt mit beiden Beinen in China Town. Rote Lampingons hingen am Himmel zwischen den Häusern. Heiße, feuchte Luft, Straßen schmutz, Fisch, Kokosnuss und der Geruch von heißem Fritieröl steigen uns in die Nase. Die Augen suchen nach bekannten Anhaltspunkten, doch sie finden nichts, sie wissen nichtmal wo oben und wo unten ist… die Seele im völlig freien Fall…
Das Gefühl des Unbekannten ist zunächst befremdlich, aber nach wenigen Momentan lernt man es zu genießen und saugt es auf wie ein Schwamm.

dsc_9211DSC_9218.JPG
Essen. Ich habe zwar nicht unbedingt Hunger, aber eine fremde Welt muss man probieren, auch in ihrem Geschmack. Unzählige kleine Stände reihten sich zu unserer Rechten und LInken, kunterbunt, Nur getrübt vom herrein wehenden Smok. wir entschieden uns für Grüne Röllchen auf einem Grill, die in Bambusästen angebraten, herrausgeklopft und dann mit einer Bräunlichen Soße und Kokosflocken begossen wurden. “ Putu Bambu Tradisi“ Stand auf einem großen schild über einem Foto dieser Süßigkeit, ich nehme an, das ist wohl ihr Name. Zu trinken gab es eine frisch aufgeschlagene noch grüne Kokosnuss  und den herzhaften Teil bildeten kleine gefüllte Gebäckteilchen, die man liebevoll selbst zusammenstellen konnte.dsc_9216
Fremdartige Geschmäcker sind nicht immer gut, aber man muss sich darauf einlassen, weil man sonst etwas verpasst… Die Verwendung verschiedener Gewürze ist einfach komplett neu und wenn man Geruchs und Geschmacks Fanatikerin ist wie Ich, dann wird man das Lieben. Nicht weil alles zu seinem lieblings essen wird, sondern wegen der vielen neuen Sinnesadjektive, die man dazulernt.

Das waren die Ereignisse des 2.7.16 & 3.7.16  und nur der Beginn meiner Reise…
Bilder habe ich natürlich auch gemacht, die ich allerdings erst in Deutschland einfügen kann 😉
Außerdem wird es einen Beitrag zur schmal ausgefallenen Planung und finanzierung der Reise Geben, dazu muss ich allerdings erstmal meine Kontoauszüge von der Bank holen ;P
Bis morge vielleicht, ihr neugierigen Leser,
eure Melli

Advertisements

13 Gedanken zu “Tag 1

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s