Klassik

Ein paar Worte zur Situation vorab…
Langsam dreh ich ech am Rad.
So lange habe ich tapfer die Tatsachen hingenommen und weiter gelernt.
Jetzt woch ich das Ergebnis habe, dass sogar etwas besser ist als erwartet, steigen meine Ansprüche an mich selbst irgendwie ins Unermessliche.
Das ist dumm
– das weiß ich selber auch, aber ich kann es irgendwie nicht ändern…
Ich kann mir nicht sagen mein Ziel weniger erreichen zu wollen…
grr… naja dann dreh ich halt am Rad…
Ich hoffe nur, dass das Rad nicht vom Wagen fällt bevor ich nicht fertig bin mit den ganzen Prüfungen…

SO
Ich hör jetzt besser mal das rumheulen auf und mach was sinnvolles.

Die Klassik

Die Schriftsteller der Klassik, die jeder Kennen sollte sind Goethe und schiller, denn speziall die Weimarer Klassik beginnt mit Goethes Italienreise und endet mit Schillers Tod, nicht zuletzt, weil die beiden gute Freunde waren und der Tod Schillers Goethe auch irgendwie zum umdenken gebracht hat.

Der Empirismus steht im Mittelpunkt, denn die Natur wird zum Untersuchungsgegenstand. Durch eine genauere Auseinandersetzung mit der Natur  kommt es zu einer Harmonie zwischen Mensch und Natur.Nicht zuletzt trägt dies zur ästhetischen Erziehung des Menschen bei, der als Individuum von Freiheit und Verantwortlichkeit gesehen wird. Er findet ein geeignetes Mittelmaß zwischen Verstand und Gefühl, sowie zwischen Individualität und Nutzen für die Gesellschaft. Diese Gesellschaft wird bewegt von der französischen Revolution (1789 – 99) wodurch auhc die Ziele der Klassik erklärbar sind. Freiheit Moralität, Würde, Humantät und eine bessere Gesellschaft durch Bildung.
Die Klasik ist wohl eine Art Reaktion auf die vorherigen extremen Epochen der Aufklärung und des Sturm und drang, erstere sehr Rational und letztere sehr Irrational, die Klassik findet mit EInfahcheit, Maß, Harmonie und dennoch Freiheit ein gutes Mittel.

Schöne Seele
– Die schöne Seele ist ein Begriff aus der Klassik, der die Ideale des Guten, Wahren und schönen vereint

Der Kategorische Imperativ
Auch der Kategorische Imperativ von Immanuel Kant fällt in diese Zeit denn jeder Mensch hat die Anlage sittlich und selbstbestimmt zugleich zu sein.

Text Bsp.:

 

Das berühmteste Werk ist wohl Goethes Faust
Ich hab mir die Szene „Studierz8immer“ ausgesucht und sie ein wenig gekürzt:

Faust:

      Verlassen hab ich Feld und Auen,
Die eine tiefe Nacht bedeckt,
Mit ahnungsvollem, heil’gem Grauen
In uns die beßre Seele weckt.
Entschlafen sind nun wilde Triebe
Mit jedem ungestümen Tun;
Es reget sich die Menschenliebe,
Die Liebe Gottes regt sich nun.

Sei ruhig, Pudel! renne nicht hin und wider!
An der Schwelle was schnoperst du hier?
Lege dich hinter den Ofen nieder,
Mein bestes Kissen geb ich dir.
Wie du draußen auf dem bergigen Wege
Durch Rennen und Springen ergetzt uns hast,
So nimm nun auch von mir die Pflege,
Als ein willkommner stiller Gast.

[…]

Knurre nicht, Pudel! Zu den heiligen Tönen,
Die jetzt meine ganze Seel umfassen,
[…]

Aber ach! schon fühl ich, bei dem besten Willen,
Befriedigung nicht mehr aus dem Busen quillen.
Aber warum muß der Strom so bald versiegen,
Und wir wieder im Durste liegen?
[…]
Wir sehnen uns nach Offenbarung,
Die nirgends würd’ger und schöner brennt
Als in dem Neuen Testament.
Mich drängt’s, den Grundtext aufzuschlagen,
Mit redlichem Gefühl einmal
Das heilige Original
In mein geliebtes Deutsch zu übertragen,

(Er schlägt ein Volum auf und schickt sich an.)

Geschrieben steht: »Im Anfang war das Wort!«
Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
Ich muß es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
Daß deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
Schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh ich Rat
Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!

Soll ich mit dir das Zimmer teilen,
Pudel, so laß das Heulen,
So laß das Bellen!
Solch einen störenden Gesellen
Mag ich nicht in der Nähe leiden.
Einer von uns beiden
Muß die Zelle meiden.
Ungern heb ich das Gastrecht auf,
Die Tür ist offen, hast freien Lauf.
Aber was muß ich sehen!
Kann das natürlich geschehen?
Ist es Schatten? ist’s Wirklichkeit?
Wie wird mein Pudel lang und breit!
Er hebt sich mit Gewalt,
Das ist nicht eines Hundes Gestalt!
Welch ein Gespenst bracht ich ins Haus!
Schon sieht er wie ein Nilpferd aus,
Mit feurigen Augen, schrecklichem Gebiß.
Oh! du bist mir gewiß!
Für solche halbe Höllenbrut
Ist Salomonis Schlüssel gut.

Geister (auf dem Gange):

      Drinnen gefangen ist einer!
Bleibet haußen, folg ihm keiner!
Wie im Eisen der Fuchs,
Zagt ein alter Höllenluchs.
Aber gebt acht!
Schwebet hin, schwebet wider,
Auf und nieder,
Und er hat sich losgemacht.
Könnt ihr ihm nützen,
Laßt ihn nicht sitzen!
Denn er tat uns allen
Schon viel zu Gefallen.

Faust:

Erst zu begegnen dem Tiere,
brauch ich den Spruch der Viere:
Salamander soll glühen,
Undene sich winden,
Sylphe verschwinden,
Kobold sich mühen.

Wer sie nicht kennte
Die Elemente,
Ihre Kraft
Und Eigenschaft,
Wäre kein Meister
Über die Geister.

      Verschwind in Flammen,
Salamander!
Rauschend fließe zusammen,
Undene!
Leucht in Meteoren –Schöne,
Sylphe!
Bring häusliche Hülfe,
Incubus! Incubus!
Tritt hervor und mache den Schluß!

[…]

      Bist du, Geselle
Ein Flüchtling der Hölle?
So sieh dies Zeichen
Dem sie sich beugen,
Die schwarzen Scharen!

Schon schwillt es auf mit borstigen Haaren.
Verworfnes Wesen!
Kannst du ihn lesen?
Den nie Entsproßnen,
Unausgesprochnen,
Durch alle Himmel Gegoßnen,
Freventlich Durchstochnen?

Hinter den Ofen gebannt,
Schwillt es wie ein Elefant
Den ganzen Raum füllt es an,
Es will zum Nebel zerfließen.
Steige nicht zur Decke hinan!
Lege dich zu des Meisters Füßen!
Du siehst, daß ich nicht vergebens drohe.
Ich versenge dich mit heiliger Lohe!
Erwarte nicht
Das dreimal glühende Licht!
Erwarte nicht
Die stärkste von meinen Künsten!

Mephistopheles tritt, indem der Nebel fällt, gekleidet wie ein fahrender Scholastikus, hinter dem Ofen hervor.

Mephistopheles:

Wozu der Lärm? was steht dem Herrn zu Diensten?

Faust:

Das also war des Pudels Kern!
Ein fahrender Skolast? Der Kasus macht mich lachen.

Mephistopheles:

Ich salutiere den gelehrten Herrn!
Ihr habt mich weidlich schwitzen machen.

Faust:

Wie nennst du dich?

Mephistopheles:

      Die Frage scheint mir klein
Für einen, der das Wort so sehr verachtet,
Der, weit entfernt von allem Schein,
Nur in der Wesen Tiefe trachtet.

– Viele finden, dass Faust ein fürchterliches Buch ist, das liegt vielleicht daran, dass man oft gezwungen wird ihn zu lesen. Für Leute die aber etwas für ihr Allgemeinwissen tun wollen und Zeit haben, kann ich es sehr empfehlen 🙂 Man braucht etwas um sich in die Sprache hineinzudenken, aber hat man das erstmal geschafft, fällt einem nach und nach auf, wie viele Deutsche Zitate aus dem Faust verwendet werden, ohne dass jemand weiß was es heißt ( „Heinrich mir graut’s vor dir“ s. letzte Seite FaustI)

Goethe hatte übrigens große Angst vor Hunden – deshalb ist der Teufel Mephisto auch zuerst ein Pudel 😉

lg
Melli

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2 Gedanken zu “Klassik

  1. reinecke fuchs hab ich gelesen
    mit 14
    ansonsten missfiel mich dieser goethe von mal zu mal

    er mischte imma bei die mächtigen mit
    und gab ihnen sprache
    ja er übernahm auch administrelle aufgaben
    er war auf der andern seite
    kein zitterwolf

    ein mann der dialektik
    abba imma zu seinem eigenen vorteil
    alles andere als ein charaktergenie

    mir fällt da schloss gottdorf ein bei schleswig und ein gewisser künstler namens nolde
    charakterlich ein schwein
    aber das schönste bild gemalt

    ich wa erst bei die wikinger wo die ihre schiffe hatten
    und bin um den wall rumm und so
    wie das gesichert wurde
    das interessiert doch einen auf alesia
    und dann weiter im hochsommer im museum
    wa quasi alleine da

    dann ging ich zu dem wikingerschiff wo die ne halle für errichtet haben
    da wurde natürlich an mich rumgemeckert
    weil ich das schiff prüfte
    „wir haben doch für leute wie dich extra ein podest gebaut“
    die alte jibbelte imma hinter mich her
    ein wertvolles schiff das musste ich doch überprüfen vor ort

    dann ging ich zu die moorleichen im 4. stock
    da wurde mich gesacht
    imma wollen alle zu die moorleichen

    dann zu die bilders
    naja und da hing es
    ich hätte es gerne geklaut
    aber wenn du wüsstest was für ein arsch das gemalt hat dann wär dich die hand verdorrt
    so dialektisch is nu ma das leben

    da ham se mich übrigens in ruhe gelassen
    keine überwachung

    ham ja recht gehabt
    fehlt ja nix

    imma auf die doofen wölfe

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