Geschichte Klausur 12.2

Geschichteklausur 12.2

 

In Geschichte geht es diesmal um den Nahen Osten.

Um die Geschichte zu verstehen muss man sich zuerst einmal das antike Palästina ansehen. Vor etwa 2000 Jahren lebten in diesem Gebiet überwiegend Juden, bis die Römer (Pompeius) das Gebiet eroberten. Durch die römischer Herrschaft wurde die Autonomie des jüdischen Staates stark eingeschränkt und ihr Gebiet wurde verkleinert. Die übernahem des Gebiets wurde zudem begünstigt durch Uneinigkeiten innerhalb der königlichen Dynastie. Schließlich kommt es zur Entweihung des Tempels durch Pompeius, was einen religiösen Konflikt vorprogrammiert. Es kam also zu starken Konflikten zwischen Römern und Juden. Es bildete sich die radikale Widerstandsgruppe der Zeloten, die gegen die römischen Besatzer aufstanden. Diese jüdischen Kollaborateure wurden bekämpft, jedoch wurde der Konflikt durch die Pietätslosigkeit der Römer wieder befeuert. Des Weiteren wurden die Juden doppelt besteuert, denn sie zahlten wie ursprünglich Geld an den Tempel, nun aber auch an die Römer.
Es kam zum 1. Römisch-jüdischen Krieg, nach dem es schließlich gelang die römischen Besatzer 66 v. Chr. zu vertreiben. Die dort lebenden Juden waren sich allerdings nicht einig über das Schicksal der dort lebenden Araber, und so kam es zum Bürgerkrieg, zwischen den radikalen Zeloten, die gegen gemäßigte Juden und Araber waren und den Gemäßigten, die eigentlich nur gegen die Araber kämpften. 70 n Chr. wurde Judäa (früheres Palästina) rückerobert von den Römern. Sie zerstörten den Tempel und die Dispora begann. Dispora bedeutet so viel wie die Zerstreuung der Juden überall auf der Welt, sozusagen der Ursprung ihrer „Heimatlosigkeit“.
74 n Chr. wurden dann auch die letzten jüdischen Wiederstände niedergeschlagen, beispielhaft hier für steht die Wüstenfestung Massada, die sogar zur Mythenbildung führte.
Es gab auch einen zweiten röm. Jüd. Krieg, leider weiß ich den nicht so recht ins Geschehen einzuordnen.
132 Wurde der Jüdische Bar Kochba Aufstand der Juden durch die Römer niedergeschlagen, worauf Jerusalem als Aelia Capitolina wieder aufgebaut wurde. Den Juden wurde der Zutritt nach Jerusalem verweigert, was zur Emigration dieser Führte. Zu dieser Zeit wurde Judäa auch in Palästina umbenannt.
Mit dem Beginn der Kreuzzüge änderte sich allerdings wieder einiges, dann der Islam hatte sich immer weiter Ausgebreitet, nach dem Tod des Propheten Mohammeds eroberten die Araber Palästina(638), was für die Juden und Christen der Gegend allerdings nicht so tragisch war, wie andere Eroberungen, da sie die Heiligen Stätten weiterhin betreten durften.
1071 allerdings nahmen die Seldschuken Syrien und Palästina ein, wobei diese den Juden und Christen das Betreten Jerusalems verbieten.
Nachdem Papst Urban zum ersten Kreuzzug aufgerufen hatte, mit dem Ziel gegen die Ungläubigen zu kämpfen, eroberten die Kreuzfahrer 1099 Jerusalem, was zum Massaker unter der muslimischen Bevölkerung führte.
Dennoch war das eroberte Gebiet stark eingekesselt von „ungläubigen“ Muslimen, sodass aus Angst immer öfter zu weiteren Kreuzzügen aufgerufen wurde.
Innerhalb der Bevölkerung erschwerte sich das Zusammenleben durch ethische und kulturelle Unterschiede und das Dhimmi System indem die ursprünglich Einheimischen weniger Rechte hatten als die Eroberer). Man kann dennoch von einer Duldung der anderen Religionen sprechen, die in den Kreuzfahrerstaaten herrschte. Fast 100 Jahre später 1187 eroberte Sultan Saladin das Gebiet zurück und schlug die letzten Kreuzfahrerstädte in die Flucht. Der Islam wurde wieder vorherrschende Religion. Dennoch gab es z.t. diplomatische Beziehungen zwischen muslimischen und christlichen Herrschern.
nach seinem Tod nahmen die osmanischen Türken das Reich ein und so wurde es Teil des Osmanischen Reiches (glaube ich ^^)
Dieses Reich zerfiel durch die Faktoren des Nationalismus und des Imperialismus, denn die arabischen Völker hatten Loslösungsbestrebungen und der Imperialismus beanspruchte ein Schutzrecht für Juden und Christen im osmanischen Reich durch FR, Ö, U und GB.
Der heutige Konflikt besteht hauptsächlich aus einem Gebietskampf zwischen Juden und Arabern (bzw. Israelis und Palästinensern), Warum diese Beiden Parteien unbedingt in Palästina bleiben wollen, hat einige Gründe.
Die Juden wollen nach Palästina, weil sie es als Heimstätte für Juden sehen, denn 1897 wurde eine Bewegung gegründet, die auf den Ideen Theodor Herzls basierten, der einen Judenstaat in Palästina sah. Es handelt sich um den Zionismus, eine Nationalbewegung des jüdischen Volkes zur Gründung eines jüd. Staates, denn sie wollen zurück zum Tempelberg.
Theodor Herzl stellte einige Thesen auf, zum einen, dass die Integration der Juden in anderen Volksgruppen immer an Ressentiments scheiterte und scheitern würde, dass Palästina die historische Heimat der Juden ist und die Christen aus der jüdischen Präsenz in Palästina profitieren würden. Durch die Gründung des Zionistenkongresses kam es zur Besiedelung in Palästina, mit Forderungen des jüdischen Volksgeistes dessen ziel eine erleichterte Regierungszustimmung war.
Man kann das gut als „Lobbyarbeit“ ggü. Der Großmächte bezeichnen.
Schließlich kam es zu großen Zuwanderungsströmen durch die Flucht vor den Progromen.

Aus den Palästinensern ging die arabische Nationalbewegung hervor, die in Syrien, Irak, Jordanien und Palästina wirkte. Diese Bewegung deutete klar auf eine Autonomiebestrebung hin, die eben zum oben genannten Zerfall des osmanischen Reiches führte. Sie forderten die Unabhängigkeit der arab. Völker inclusive Nationalstaatbildung. Auch diese leisteten „Lobbyarbeit“ bei den Großmächten.
Dennoch leisteten sie den jüdischen Siedlungsbestrebungen Wiederstand.

Die Situation wäre allerdings ohne den Aggressor Großbritannien nicht so kriegerisch ausgegangen, denn GB wollte im 19Jh Teile des OR (osmanischen Reiches) wahren um wichtige See und Landwege zu sichern. Mitte des 19 Jh/ Anfang des 20 Jh. bauten sie ihren Einfluss dort aus, wegen der wachsenden Bedeutung des Rohöls. Im ersten WK suchte GB nach Mitkämpfern gegen Deutschland, an dessen Seite das OR stand.
Es bekam 1922 die Mandatsherrschaft über Palästina, nachdem es viele sehr konträre Bestrebungen versprach, die schließlich zur Eskalation führten. 1915 versbrach GB den Arabern im Mc Mahon Brief eine Unterstützung ihrer Autonomiebestrebung. Ein Jahr später teilte GB Palästina imperialistisch mit Frankreich auf, dies wurde im Sykes Pikot Abkommen festgehalten. Wieder ein Jahr später 1917 in der Balfour Erklärung Unterstützten sie die Juden bei der Besiedelung Palästinas.
Eine Aufteilung des Landes, ging nicht konform mit den Autonomiebestrebungen der Palästinenser und auch die Besiedelung des Gebiets durch Juden war unvereinbar mit der angestrebten Autonomie der Palästinenser.
1923 wurde die Balfour Erklärung durch GB erneuert im sog. Mandatsvertrag, worauf es zu einem Anstieg der jüdischen Einwanderungsströme kam. Die arabische Bevölkerung reagierte mit Unruhen, worauf GB vom prozionistischen Kurs abrückte und ausgerechnet mit dem beginnenden Holocaust die Einwanderung 1939 einschränkte. Dies hatte katastrophale Folgen für die Juden, denn die Flucht aus Deutschland endete häufig in einem Zurückschicken an eben den Ort, aus dem sie Geflohen waren. Dennoch wurde dieses Abrücken im Weißbuch festgehalten, auch wenn es zu Protesten uns Streiks kam und schließlich auch zu systematischer illegaler Einwanderung.
GB wusste sich nicht mehr zu helfe und übergab die Verantwortung an die frischgegründete UNO (UNSCOP 1947)
Diese hatte 2 Lösungsvorschläge, zum einen einen binationalen föderativen Staat, oder eine Teilung. Am 29.11.1947 wurde eine Resolution verabschiedet, die also das Ende der britischen Mandatsherrschaft und eine Teilung Palästinas bedeutete. Ein jüdischer und ein arabischer Staat sollte geschaffen werden. Am 14.Mai 1948 kam es zur Proklamation ( Ausrufung) des Staates Israel, worauf direkt der 1. Nahostkrieg begann (Unabhängigkeitskrieg) Israel gewann diesen krieg, daraufhin vermittelte die UNO Waffenstillstandsverträge. Die Hoffnung auf einen arabisch-palästinensischen Staat war beerdigt worden.
Eine Fluchtwelle von Palästinensern folgte und darauf die Folgenden Nahost Kriege:

– Suez Krieg

– Sechs Tage Krieg

– Jom- Kippur- Krieg

– Erster Libanon Krieg
Zusammenfassend sind die Ursachen für diese Kriege also die Schwäche des OR, die wirtschaftlichen und strategischen Interessen der Großmächte, der Zionismus, der arabische Nationalismus, die Einwanderung der Juden aus Europa und die Bündnissysteme des ersten Weltkriegs.
Es folgten 2 -3 Widerstandswellen der Palästinenser gegen Israel.

  1. Intifada Dez 1987 – Sep 1993

 

Ein Israelischer Militärlaster raste in eine Reihe wartender palästinensischer Autos vor einem Flüchtlingslager im Gazastreifen, es wurde davon ausgegangen, dass dies Absicht war. Die Ursache hierfür war wohl die Unzufriedenheit, Hoffnungslosigkeit, schlechte Wirtschaft, hohe Arbeitslosigkeit und Empörung über den Ausbau der Israelischen Siedlungen. (Die Israelis fahren nämlich eine sehr fiese Eroberungstaktik, sie bauen Häuser an Stellen die ihnen nicht gehören, kaufen, die paar Quadratmeter Grund und erweitern so langsam aber sicher ihr Einflussgebiet). Die erste Intifada verlief mit Unruhen der Palästinenser im Westjordan Land und Ost Jerusalems, brutale polizeimaßnahmen der Israelis, Beginne einer Mehrjährigen Rebellion der Palästinenser.
Mittel zum Zweck waren Straßenkämpfe und Generalstreiks. Das Ende wurde durch die Osloer Prinzipiernerklärung 1993 verkündet, sie schuf die Grundlage zur Schaffung eines palästinensischen Selbstverwaltungsgebiets. Dieser Friedensprozess wurde allerdings von der radikalen Hamas bekämpft. Im ersten Jahr des Konflikts fielen 616 Palästinenser, darunter 132 Kinder unter 16 und 19 Israelis.
2000 – 2005 folgte die 2. Intifada,

deren Anlass das Betreten der Al- Aqsa – Moschee durch den (ungläubigen) Ministerpräsident Ariel Scharon war. Der Verlauf dieser Intifada war gezeichnet durch rasche Eskalation, einen hohen Grad an Gewalt, zahlreiche Selbstmordanschläge durch Palästinenser und der Bombardierung palästinensischer Infrastruktur sowie Zerstörung von Flüchtlingslagern (Staatsterrorismus)
Dieser Konflikt Ende mit der Involvierung der UNO und der Ausarbeitung einer Roadmap für den „ Weg in den Frieden“

 

Es wird diskutiert darüber ob die 3. Intifada seit 2015 in Gange ist
Zentrale Streitpunkte bei allen Nahostkonflikten sind die Golanhölen (Jodranursprung, Wasserversorgung und die Bevölkerungsentwicklung. Es kommt zur Gründung der PLO = Palestilian Liberation Organization 1964, zentrale Figur der PLO ist Yasser Arafat, der internationale Anerkennung nach Verzicht auf einen großpalästinensischen Staat, erntet. Er kehrt sich ab vom Terrorismus und die Staaten Palästina und Israel erkennen sich im Abkommen von Oslo gegenseitig an ( 1993)
Dies ist allerdings ein Problem für radikale Islamisten, die diplomatische Politik geht ihnen nicht weit genug und somit gründen sie die Islamistisch radikale Hamas.
Somit ist ein weiteres Problem im NOK der Kampf zwischen Hamas und PLO.

Wie schon erwähnt macht vor allem die Aufteilung des Gebiets Probleme, denn nach dem 1 NOK ( Nahostkrieg) bleibt kaum Gebiet für die Palästinenser, zudem gliedern sich auch Ägypten und Transjordanien Gebiete für sich ab. Dadurch rutscht das palästinensische Volk immer tiefer in die katastrophale Lage, v.a. weil Flüchtlinge (Palästinenser) von Israel abgelehnt werden. Es kommt zu einer dauerhaften Streitsituation. Diese Ausdehnung und Art der Kriegsführung wird durch verschiedene Mittel hervorgerufen, zum einen politische Mittel, wie Diplomatie, Propaganda und Massenmedien, wobei die Westliche Welt Großteiles auf der Seite der Israelis steht und Osteuropa und arabische Länder auf der Seite der Palästinenser. Zum anderen gibt es auch wirtschaftliche Mittel, die bestimmt werden durch den Zugang zu Rohstoffen in der arab. Welt und sogar den Zugang zu Lebensmitteln, Wasser und hochwertigen Industrieprodukten sowie Technischem Know how. Nicht zu vergessen sind die Militärischen Mittel, die klassische Kriegsführung, Asymmetrische Kriegsführung (Terror) und die Bedrohung durch chemische, nukleare Waffen und weitreichende Trägersysteme
All diese Kriege (ausgenommen Intifadas) waren heiße Kriege, während dem Kalten Krieg.
Durch den Abbruch des Suezkrieges (durch sowjetischen und amerikanischen Druck) wird der NOK zur Auseinandersetzung zwischen den Weltmachtblöcken. Amerika als Verfechter Israels und Ein Zusammenhalt zwischen der Sowjetunion, den arabischen Staaten und Ägypten.
Dennoch gibt es 1979 einen Israelisch-ägyptischen Friedensvertrag und 1994 einen Fieidensvertrag in Jordanien, nur Syrien bleibt unversöhnlich in starrer Haltung.
Über die Entwicklung von diesem Punkt aus, bis heute haben wir leider nichts gelernt, aber das kann man sich ja noch aneignen J

 

Das wars, vielleicht hilft es ja weiter,

Liebe Grüße, Melli

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