Vom Wi(e)ders(t)ehen

[…]

Und ich lass mich fallen,

uhuuuhuuu

[…]

Es fühlt sich wie fliegen an,

so leicht muss liebe sein, so leicht muss liebe sein.

Oh hier ist schwer was los,

doch du schwebst durch den Raum so wie schwerelos

wenn du siehst was ich seh,

wär das groß,

denn oft gibt’s nur die eine und die erste Chance

Und sag mal, was ist das, was du in deinem Blick hast,

denn deine Augen sprechen auch wenn du nix sagst

nenn wir es Schicksal, wenn es jetzt Klick macht

[…]

es ist dieser Augenblick,

du fällst, während du in diese Augen blickst,

tausend Meter tief unter der Haut ist alles neu,

doch alles vertraut

[…]

Fühlt sich wie fliegen an…. Das ist der Song, den ich gerade höre, ich sitze im Flugzeug, und suche nach Worten, die die Grenzen des sprachlichen Ausdrucks sprengen können, denn ich hatte schon während der Situation nicht ein einziges Wort, das es würdig gewesen wäre mit diesen Momenten gleichgesetzt zu werden …

„So leicht muss liebe sein“

Es war so leicht und noch viel leichter, nur dass ich es nicht Liebe nennen würde. Ich weiß nicht wie ich es nennen soll, ich arbeite noch an einem passenden Neologismus… Es ist nicht einfach nur irgendeine Freundschaft, es ist nicht einfach nur ein wenig seelenverwandt, es ist allerdings auch keine Liebe. Doch Worte sind hier nicht wichtig, sie können die Wahrheit einkreisen, aber das dient nur dem außenstehenden Betrachter als ausreichende Information, Er weiß sowieso was ich meine, es reicht ein einziger Blick, oder gar ein einziger Herzschlag.

Aber nun nochmal auf Anfang, ein Buch lese ich ja auch nicht von hinten nach vorne und trotzdem freue ich mich über einen spannenden Prolog 😉

Freitag abend.

Den ganzen Tag versuchte ich nun schon an meiner Seminararbeit zu schreiben, irgendwann gab ich es einfach auf, denn meine Konzentration war schon wieder über alle Berge. Sie widmete sich lieber den schönen Dingen im Leben.
Thunny

Ein Name, ein Wort, ein (unbeschreibliches) Gefühl, fast sogar ein Zustand.

Ich konnte es immer noch nicht glauben, dass wir uns heute wieder sehen würden, war es doch noch gar nicht so lange her gewesen, als wir uns das letzte mal getroffen, so hatte es sich doch wie eine Ewigkeit angefühlt.

Meine Tasche war bis zum Rand vollgestopft, ich hatte für den heutigen Abend sogar an eine Decke gedacht.

Irgendwann verließ ich das Haus und fuhr zum Bahnhof, an dem ich ihn treffen sollte.

Die eine Hand lag auf meinem Schoß, die andere fummelte an den Ecken des Rubiks cube, ich hatte eine neue Challenge gefunden, mit einer Hand irgendwann unter drei Minuten zu kommen. Vor allem Kinder sind damit leicht zu beeindrucken, sie sehen mich fast an, als wäre ich eine Art Idol…. Ein schönes Gefühl

Etliche Male sortierte ich die Würfelteile an ihren Platz, ohne das Gefühl von Langeweile zu spüren….

Es mochte daran liegen, dass sich Langeweile und Nervosität ausglichen, wie zwei entgegengesetzte Wellen, sodass ein neutraler Grundton entstand.

So stand ich da, grinsend, am Bahnsteig und hätte man es nicht besser gewusst, hätte man meinen können ich stünde unter guten Drogen – naja man wusste es nicht besser und Sein Besuch hatte durchaus einen ähnlichen Effekt.

Zwei neongrüne Schnüre in den Ausschnitt gesteckt

Meine Alarmglocken läuteten, das war der Hinweis, NEONGRÜN, wo diese Farbe ist, da ist auch er….

Mein blick wanderte zügig in die Augen der Person und mein Mund wollte sich schon selbstständig machen, da für ein noch breiteres Grinsen in meinem Gesicht kein Platz mehr war.

Wir fielen uns in die Arme.

Immernoch.

Immernoch.

Immernoch.

Anhaltend.

Die Zeit war nicht mehr einschätzbar gewesen

LEUTE DAS IST KEIN TURNSTUHL; AUF DEM ICH DA SITZE; DAS IST EIN FLUGZEUGSUHL FINGERWEG ODER ICH WERDE GRANTIG

(so meine Hintermänner stören meinen Schreibfluss gerade immens 3…2..1… Konzentration)

*räusper* …. Die Zeit war nicht mehr einschätzbar gewesen, sie war durch uns geflossen, wie ein warmes Band. Wie sehr hatte ich diesen Herzschlag vermisst, diese Augen, diese Sommersprossen, diese Person.
Wir fuhren mehr oder weniger ausversehen ins OEZ, aßen Leberkassemmeln und tranken frisch gepressten Saft, „so lässt es sich leben“ War mein einziger Gedanke dort.
Wir zogen weiter zum Kino im Olympiapark, langsam aber sicher verschwand das letzte Schimmern der Sonne und der Film begann….
Ich schmiegte mich an ihn, einem Kätzchen gleich, er legte seinen Arm um meine Schultern und wir kuschelten den Film durch. Die Minions belustigten uns sehr („Mega okulele“) ;* und hin und wieder tauschten wir unsere Positionen, Ich kann gar nicht beschreiben, wie „ zusammengeknödelt „ wir am Ende da lagen, denn wenn ich beschreiben würde, wo wer wessen arme Beine und Köpfe hatte, dann wären am Ende nur alle verwirrt XD Ich sehe schon, eine Karriere als Sex-Buch – Autorin ist bei mir wohl ausgeschlossen XP

Die Kälte war angekommen, ich fror. Er, der nicht fror, wenn er es nicht wollte, saß ganz relaxed neben mir und fing sich ein wenig Bewunderung von mir ein. Doch die Decke die über uns beiden lag, war wenigstens ein Wenig hilfreich beim Auftauen.

Nachts, als wir heim kamen, fielen wir einfach nur müde ins Bett, denn ich hatte noch meine Lederjacke an der Bahnstation verloren und war etwa 2 Stunden unterwegs gewesen, um sie wieder zu finden. Ich umarmte seinen Rücken und kuschelte mich an ihn, sodass ich sein Herz noch auf die andere Seite durch schlagen spürte. Waren wir gerade noch müde gewesen, schienen wir jetzt schon wieder hell wach. Unsere Herzschläge pendelten sich ein, und wir sahen uns hin und wieder lächelnd in die dunkelgrauen Augen.

Am nächsten Morgen hatte ich gefühlt 2 Stunden geschlafen, da ich mich an sonst viel zu viele Details der Nacht erinnerte, wer sich wann in welche Richtung gedreht hatte, um den anderen so, oder anders zu knuddeln. Ihm ging es genauso, er hatte auch kaum geschlafen, fühlte sich aber auch recht fit.

Der ganze Tag verlief ziemlich gemütlich, wir spielten etwas „ball“ im Garten und fuhren Nachmittags in den englischen Garten, an die Stelle, die uns das letzte mal schon glücklich gemacht hatte.

Wie damals legte ich mich auf seinen Rücken und versuchte einfach nur, mir das Gefühl zu merken, dass ich fühlte, wenn er ein und aus atmete, ganz ruhig und zufrieden. Es wurde Abend, die Sonne verschwand und lies uns in schöner Zweisamkeit zurück,

Sanft strich er mein Haar aus dem Gesicht und stupste meine Nase an, wie die Eskimos es taten. Unser Blick richtete sich gen Himmel… an dem wir kaum Sterne sahen… fast gleichzeitig kam uns die Idee, zu mir nachhause zu fahren und am Rande meiner kleinen Stadt nach Sternen ausschau zu halten.

Wir fuhren Arm in Arm lieged wieder nachhause…

Nachhause, für mich war mein zuhause irgendwo auch seines, er war ja fast jeden Abend in meinem Zimmer… via Skype…
Meine Mama fragte natürlich skeptisch, wo und warum wir so spät nochmal raus wollten, lies uns aber natürlich trotzdem gehen….

Wir spazierten über eine dunkle Brücke, das Straßenlaternenlicht hatte nur bis zu ihrem Beginn gereicht, so stapften wir durch die Dunkelheit, als wir unsere Hände verschränkten und händchenhaltend weiter liefen

Kein Platz war uns gut genug, so kletterten wir über eine Absperrung und breiteten dort meine Decke aus… die ein klitzeklein wenig zu klein war XD

Ich liege mittlerweile im Bett meines Hotel zimmers, hier ist es traumhaft… ich werde von der jetzt folgenden Szene träumen, nicht wie er es mir wünschte vom Strand ;), vielleicht stoße ich ja auf ein paar wundervolle Floskeln ;*

Guten Morgen, eine Woche bin ich jetzt schon hier im Paradies, schlage mir den Bauch voll und denke … denke an Sterne, an Rätsel mit Erdkrümmung, an den Rotwein, der zarte, ölige Spuren an der innen Seite des Glases zieht, wenn man ihn schwenkt und sein herbes Aroma frei gibt, wenn man ein wenig Luft zwischen die Zähne einzieht. Und an dich… Zentrum, um das sich alle Worte dieses textes drehen. (ok ich gebs zu ich denk auch noch ein bisschen an die süßen barkeeper und das gute Sushi, aber darum geht’s ja grade nicht ^^) viele Träume hatte ich nicht, weil jeder Tag ein Traum war… oder einem gleich kam… dennoch möchte ich jetzt mal fortfahren.

… Wir legten uns also auf diese Decke und lagen ersteinmal nebeneinander, Arm in Arm, um die Sterne in uns aufzusugen. Irgendwann blickte ich nicht mehr in den Sternenhimmel, sondern in seine Nachthimmel gleichen Augen, die scheinbar jeden aufgesaugten Stern wiedergaben, den er vorher gesehen hatte. Sein Herz schlug Taktvoll, immer ruhiger, sein Atem tat es ihm gleich. Ich hatte mich inzwischen auf seinen Bauch gelegt und streichelte ihm durch seine fluffigen Haare. Wieder stupsten wir unsere Nasen an, sie strichen übereinanderhinweg, als täten sie es immer so. Als sie zum Stillstasnd kamen, war es als hätte sich ein Schmetterling auf meine Nase gesetzt und seine Freunde in meinem Bauch dazu aufgefordert, los zu fliegen. Sie flatterten ein wenig herum, ganz ruhig und zart, während unsere Lippen nur noch von einem winzigen Lufthauch getrennt wurden. Meine Augen waren geschlossen und ich lächelte ein wenig, als ich seinen warmen atem an meinen Mundwinkeln spürte „Alle guten Dinge sind drei“   mein Kopf zählte …. 1… 1… … …

er schrie mich heiser an, warum ich nicht weiterzählte, doch dann wurde er still und gesellte sich zu den Schmetterlingen in meinem Bauch, die sich auf den kleinen Zweig eines Orangenbäumchens gesetzt hatten, sie waren keine Schmetterlinge mehr, als ich ein weiteres Mal nach ihnen horchte… sie hingen in ihren Kokons, wo sie friedlich vor sich hinträumten, immernoch, sie warten… vielleicht auf einen Sonnenstrahl, vielleicht auf andere Schmetterlinge, vielleicht auf einen guten Traum, man weiß es nicht, niemand weiß es, aber er weiß, dass sie da hängen, und hängen bleiben, noch lange, vielleicht für immer, vielleicht schlüpfen sie aber auch.

Er zog mich zu sich heran und legte meinen Kopf auf sei n Herz. Ich spürte ihn Lächeln, auch wenn ich es nicht sah… das Glück floss durch unser beider Adern und ohne ein Wort, wussten, wir, dass es das richtige gewesen war es nicht zu tun, auch wenn der Moment wohl perfekt aussah, perfekter als all die anderen Momente, die ich so, oder so ähnlich schon gekannt hatte…

Wieso wir es nicht getan hatten?

Wieder stehen mir die Worte im Weg… wäre ich musikalisch könnte ich sicher ein Lied dazu schreiben, doch ich bin es nicht…

Wir sind mehr als Freunde, mehr als irgendein Liebespäärchen, ich wollte diesen Augenblick zur richtigen Zeit … wenn ich tatsächlich ohne Gedanken bis drei zählen kann und will…. Ich wollte nicht, dass er sich in eine Reihe mit meinen restlichen Dates stellte… dass ich ihn nicht küsste, war wie ein Symbol, es ist nicht so wie bei anderen, dass man es tut, wenn der Augenblick perfekt scheint, nein, bei uns muss der Augenblick 42 sein. Vielleicht genoss ich auch diesen Moment davor… denn normalerweise ist er so unglaublich kurz, ungeduldig und voller Spannung, ich kann ihn selten genießen, weil niemand weiß, dass es eine Kunst ist, diesen Moment vorher auszukosten… Er war so voller Geduld, dieser Tugend, die ich lange nicht kannte.

Zum ersten Mal in meinem Leben war ich dankbar dafür, dass ich nicht gut in Mathe war, denn sonst hätte ich ihn wohl niemals kennengelernt, diesen Wundervollen Menschen.

Danke

Danke für diese wundervollen Augenblicke, für jeden Schmetterling, den du in mir fliegen hast lassen, für jeden Schmetterling, der sich geduldig, vielleicht ewig, oder nur kurz, an das Orangenbäumchen hängt und danke dafür, dass du das Bäumchen gießt, mit jedem Wort, dass dein Herzschlag spricht.

~ Das Meer, es küsst meine Füße, wie die Sonne den blutroten Horizont, wenn sie den Sternen Platz macht und so fühlt es sich an, wenn wir es ihnen nur fast gleich tun~

Ich hab dich sehr lieb mein Lieblingsmensch 🙂

Liebe Grüße,

Deine Melli

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10 Gedanken zu “Vom Wi(e)ders(t)ehen

  1. Liebe Melli,
    Bitte entschuldige den Beitragfremden Kommentar.
    Mein Brief wird sich noch weiter verspäten, und es ist kein Abschicken in Sicht. Mein Leben wurde wieder kompliziert. Seit vier wochen hat niemand mein Heimathaus betreten, und es wir auch vorrausichtlich auch noch 2 Wochen so bleiben. Bitte entschuldige die Verspätung, mein Brief wird dir sicherlich alles erklären, wenn er den dan kommt.
    Freudlichste Grüße
    Benjamin

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  2. du haust ja auf die tränendrüse melli
    jezz weis ich auch was ich alles falsch gemacht hab in deinem alter
    den emotionalen kick hatt ich nur beim gewonnenen spiel
    bin halt ein primitiver wolf

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  3. da bin ich abba dankbar

    nur sind lehrer und lehrerinnen im optimalfalle nur diejenigen die anreize geben selber zu lernen und nich der brockhaus an wissen für die ganze welt
    was du ja selbst schon oft festgestellt hast
    insbesondere wenn sie sich nich vorbereitet haben

    wenn der schüler nix lernen will is das wissen der lehrer ein lorem ipsum!

    die feste alesia lernt abba imma hinzu
    schon weil sie sonst von den römern überrannt würde
    wir sind ein kleines gallisches dorf
    wir können uns die überheblichkeit des angeblich totalen wissens nich leisten

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