Wunschpunkte

Der Schweiß stand auf meiner Stirn, als ich die Autotür öffnete und ausstieg. Seit gestern Abend war meine Aufregung kaum in Zaum zu halten gewesen. Es war eine schöne Aufregung, vergleichbar wie die Nacht vor dem eigenen 10. Geburtstag. Man konnte davon ausgehen, dass es ein schöner Tag wird, doch man wusste nicht, was in den vielen bunten Päckchen drin war und diese aufzumachen erforderte sogar etwas Mut, denn der Inhalt hätte enttäuschen können . Doch wie es so ist bei mir, der Mut wird aufgebracht, weil die Neugier mich voran treibt … Wir hätten auch für immer in diesem vertrauten und doch nicht ganz persönlichen Skype – Line – Verhältnis bleiben können, doch wir entschlossen uns die Gelegenheit zu nutzen und seinen arbeitsbedingten München Ausflug, als Chance zu sehen uns einmal Aug in Aug sehen zu können. Zugegeben, Ihn in wenigen Sekunden Hautnah treffen zu können, war nicht die Ursache für die Schweißperlen auf meiner Stirn, sie waren durch eine fürchterliche Autofahrt entstanden, in der sich meine Eltern, das Navigationssystem und ich, um den Weg gestritten hatten …

„RECHTE SPUR, LOS FAHR AUF DIE AUTOBAHN NACH SALZBURG“

„BITTE ORDNEN SIE SICH LINKS EIN, IN RICHTUNG NÜRNBERG“

„WIR SOLLTEN AUF DAS NAVI HÖREN“

„NEIN; ICH BIN WIR SICHER WIR MÜSSEN NACH RIEM“

“ MANN JETZT FAHR WIEDER AUF DIE RECHTE SPUR“

„NEIN ICH BLEIB JETZT LINKS; ICH KANN NICHT ALLE 10 METERN SPUR WECHSELN !!!!“

„ACH JETZT HABEN WIR DIE AUSFAHRT VERPASST“

„WENN MÖGLICH BITTE WENDEN“

„WENDEN AUF DER AUTOBAHN; JA IS KLAR“

„FAHR DA RAUS, WIR STELLEN UNS DA HIN UND SCHAUN NOCHMAL“

„MAAANN JETZT KOMM ICH SCHON WIEDER ZU SPÄT -.- ICH HAB DOCH GESAGT WIR SOLLTEN MEHR ZEIT EINPLANEN“

“ NORMAL IST DAS GAR KEIN PROBOLEM“

„NORMAL -…. WAS IST SCHON NORMAL HIER …“

Ja … so läuft das, wenn man nicht alleine Autofahren darf ^^ trotzdem war ich froh, dass meine Eltern da waren, hätte ich mich alleine verfahren, wäre ich wohl noch mehr durchgedreht. ^^ Mein Audileinchen drehte um und machte sich auf den Heimweg, während ich vor dem Hotel stand und nervös in mein Handy tippte „Jup bin da ;)“. Der Wind zupfte am Saum meines Korall roten Kleides und blies mir verständnisvoll die Stirn trocken. Säuselnd verfing er sich in meinem Kopf und brachte meine Gedanken wieder in eine logische Reihenfolge, die vorher gänzlich verloren gegangen war. „Komme“ Dieses eine Wort verlangsamte meine gesamte Umwelt, um in 2 Minuten die Zeit zu finden, sich 42000 unnötige Fragen zu stellen. Wie ein Fragebogen liefen sie durch meinen Kopf, mit Multiple Choice Antowrtmöglichkeiten. Das ganze im übertrieben komplizierten Gymansium Style. XD es fühlte sich in etwa so an:

1. Es sei f(x) = (Thunny * treffen)^42, und f(y) = ln (Erste Begegnung); x Element von Wahrheit und y Element von Reallife . Welche Koordinaten beschreiben einen optimalen Schnittpunkt?

a)  ( Händeschütteln/ lange)

b) ( Händeschütteln/ Kurz)

c) (umarmen/ wischiwaschi)

d) (umarmen/ niemehrloslassen)

e) Diese Frage ist nicht beantworbar

Nachdem ich die Fragestellung verstanden hatte, konnte ich a) und b) nach dem Auschlussverfahren ausschließen, trotzdem krezute ich e) an, da er eine Reihe unbekannter Variablen mit sich bringen konnte 😉  Die restlichen 41999 Fragen kann sich wohl jeder vorstellen, Fragen die man sich eben so fragt, wenn die Sicherung gerade durchgebrannt ist und die Elektronikerin im Kopf eine neue sucht, um sie schnellstmöglich einbauen zu können. “ Ob er wohl tatsächlich ca. so groß ist wie ich?“ “ Welche Farbe wird sein T- shirt wohl haben?“ “ Und was, wenn du dich doch ein wenig in ihm getäuscht hast?“ “ wird es ein komisches Gefühl sein wenn wir uns treffen?“ “ Wird er fremd sein?“ “ oder wird es sein als würden wir uns jetzt erst kennenlernen?“ “ Wird er anders sein?“ “ Werde ich mich anders verhalten?“ “ …?“ Meine Seele brüllte alle Zwei Fragen dazwischen“ ACH  HALTS MAUL UND WART AB !“

Die Schiebetür öffnete sich, mein Herz machte einen Satz und die Nervosität hatte ihren Höhepunkt erreicht, von dem sie hoffentlich gleich steil abfallen würde. … heraus kam … Ein dicker alter Mann in einem roten T- Shirt, der sich wahrscheinlich jetzt noch fragt, warum ich ihn angestarrt hatte, als wäre er der Weihnachtsmann…  Langsam pendelte sich mein Puls wieder ein und als sich die Tür diesmal öffnete, kapierte mein Herz erst ein Sekündchen später, dass er es war… Thunny …  wieder setze mein Herz zu einem Sprung an, doch bevor es fallen konnte wurde es von einer intensiven Umarmung aufgefangen. Unwillkürlich grinste ich über das ganze Gesicht und die Sorgen verflogen als wären sie nie dagewesen … Dieser Moment… ein ganz besonderer, einer, der sich auch in mein Gedächtnis einbrannte wie all die anderen Dinge und Erlebnisse, die mich ausmachen und definieren…

Wir kannten uns jetzt schon etwa 3 Jahre und hatten uns über unsere vorherigen Blogs kennengelernt. Mir hatte es gefallen, wie er die Situationen seines Lebens beschrieb, philosophierte und manchmal auch etwas Rätselhaftes von sich gab. Ich hatte damit begonnen hin und wieder einen Eintrag zu kommentieren, bis ich auf den bedeutendsten Blogbeitrag meines Lebens stieß. Er hatte sich entschlossen, online ein wenig Mathe Nachhilfe zu geben und da ich (wie immer) eh nichts verstand, traf es sich gut 😉 Ich packte also ein Häufchen Mut und fragte ihn, ob er mir nicht helfen wolle… Aus einem ersten Skype Anruf, bei dem ich, scheu wie ich war, lieber einmal die Kamera aus lies, entwickelte sich eine Beziehung, die sich kaum beschreiben lässt. Teilweise schrieben wir Monate lang, jeden Tag, teilweise verschwanden wir beide fast gänzlich von der Bildfläche. Trotz dieser Umstände, oder gerade wegen ihnen, war ich mir aber immer sicher gewesen, dass wir früher oder später wieder am Punkt des häufigen Erfahrungsaustausches ankämen. Ich wusste nicht viel über diesen rätselhaften Mann, war er doch fast ein halbes Jahrzehnt älter als ich und ziemlich klug. Sein Name, seine Heimat, all das blieb lange ein Geheimnis, doch nach einer Weile war es nicht mehr meine zentnrale Frage, welche äußeren Merkmale ihn bestimmten, Name und Wohnort spielten keine Rolle, ich konnte auch ein Thunnylein mögen, das in der Hölle und manchmal im Himmel wohnte. Vielleicht lernte ich auch zum ersten Mal geduldig zu sein, denn da ich ihn nicht persönlich in die Seite kneifen konnte, wenn wir schrieben, hatte ich ja kaum ein gutes Machtmittel *grins*. Die Jahre gingen ins Land und unser Altersunterschied verkleinerte sich vom Gefühl her immer mehr. Während er schon zu Beginn unserer Freundschaft erwachsen war, wurde und werde ich es mit und durch ihn und die Zeit immer mehr. 4 Jahre zwischen 14 und 18 sind nicht vergleichbar mit 4 Jahren zwischen 17 und 21 … Gott sei Dank 😉 Und obwohl er doch eine gewisse Überlegenheit zeigte und auch immer noch mit ein wenig (^^) mehr Lebenserfahrung punkten kann ( Ja ,ich gebe es zu, ich lerne gerne von ihm und lasse mich gerne belehren 😉 ), hatte ich doch nie das Gefühl, dass er mich auf eine andere Stufe stellen würde als sich selbst… Rückblickend eine große Leistung, da ich mit 14, zwar dem depperten Durchschnitt schon einen kleinen Schritt voraus war, aber dennoch nicht die Weisheit in Person ( Na guuut das bin ich jetzt auch nicht, aber sicherlich näher dran als zuvor^^) … Für mich fühlt es sich immernoch an, als schwämmen wir auf der gleichen Wellenlänge, mal mehr, mal weniger …

Einschub:

Gut der ein oder andere mag sich jetzt fragen, wie ein damals 14 Jähriges Mädel auf die dumme Idee kommen konnte, irgendeinem Namen und Wohnortlosen zu vertrauen, doch wenn ich etwas kann, dann zu spüren, ob ein Mensch mir schlecht gesonnen ist. Es gibt auch Leute bei denen ich von Anfang an weiß, dass sie die nächste Zeit noch hinter mir stehen, aber mir bald schon in den Rücken fallen werden. „Aber im Internet, kann man doch nicht wissen, wie die Leute sind“  Ja genau, und die, bei denen ich es nicht weiß, weil ich ein seltsames Bauchgefühl habe, oder sie seltsame Anspielungen machen, von denen lasse ich meine Finger … Aber man kann auch einmal Glück haben, und durch Zufall jemanden kennenlernen, der das Leben in einem breiten Spektrum bereichert. Was mich dazu brachte, mir rational mein Vertrauen zu erklären war zum Beispiel, dass ein böser Verbrecher, wohl kaum eine Monate lange Freundschaft pflegt… Ja gut, ich war mir schon nach wenigen Wochen sicher, dass er ein korrekter Kerl war, aber ich denke doch, dass es jedem schnell so ergeht wie es mir ergangen ist 😉

Einschub Ende

Zu Beginn konnte ich mir nicht vorstellen, dass wir uns jemals treffen würden, dass ich ihn jemals außerhalb von *knuddl* und Co. knuddeln kann, das wir einen Großteil der „teilweise dahin gesagten“ Floskeln tatsächlich im Reallife erleben könnten “ Träum davon, wie wir gemeinsam den Sternenhimmel ansehen“ So begannen wir auch den ersten Abend, nachdem die ewige Umarmung zu Beginn, in der wir all die virtuellen Umarmungen nachholten, zu Ende gegangen war. (sogar von seiner süßen Schwester richtete er mir eine Umarmung aus ^^)Wir fuhren mit der U- Bahn, begeistert von des anderen Anwesenheit, zu einem kleinen Park, auf dessen Wiese wir uns legten. Wir redeten viel und unsere Blicke verloren sich im Nachthimmel, um sich kurz darauf am gleichen Stern wieder zu finden *hach wie romantisch XD* – naja guut man muss dazu sagen, es war nicht ganz Zufall, dass wir den Selben Stern auserkoren hatten unser Objekt der Begierde zu sein, es war halt einfach nur ein einzelner Stern da ( Und laut ihm ein Sehr Seeeehr langsames Flugzeug -> für mich wars ja Stern Nummer 2 aber gut XD) Die Themen gingen von One Piece bis zu all den Dingen, die wir schon gebloggt hatten, noch vorhaben zu Bloggen, auch bis hin zu Leuten, Eigenschaften und Träumen. Die Nacht war schon länger unser Begleiter, aber um seinen Blick zu erwidern brauchte ich kein Licht, es reichte die Gewissheit, dass er noch da war. Nach einer Weile entschlossen wir uns nachhause zu fahren, denn der Schlaf hatte den Plan schon länger geschmiedet, uns zu trennen, denn am nächsten Morgen würde er es sonst mit Müdigkeit bestrafen. Das bedrückende Gefühl, dass schon der erste Abend unseres Treffens vorbei war, verschwand, als er vorsichtig seinen Arm um meine Schulter legte. Ich hatte fast ein wenig darauf gewartet, denn ich wusste ja, dass er ein ziemlich knuddliger Typ war (IST XD) und so schlang ich meinen Arm um seine Taille. Nie habe ich mich wohler gefühlt beim Spazieren gehen mit einer Person, die ich persönlich erst seit wenigen Stunden kannte, denn es war als würden wir jeden lauen Sommerabend mit einem Spaziergang zelebrieren, als existierten wir schon immer so. Wir fuhren ein kleines Stück zusammen Nachhause, dann stieg er um und ich fuhr weiter, Richtung mein Zuhause… Doch wir liesen uns nicht vor einer kuschligen Umarmung gehen 😉

Verträumt wachte ich auf, ein Männer Arm lag auf meinem Bauch und zog mich behutsam an einen ruhig atmenden Brustkorb. Sein Herz klopfte, ziemlich laut… sehr laut … krankhaft laut… fast wie ein “ Melliii aufwaacheennn“

– Dann wachte ich wirkllich auf… Und erinnerte mich daran, was ich vor dem schönen Träumchen geträumt hatte – Mein ex stellt mir seine neue vor, die so dumm war wie ein Stück Brot … so sah sie aber auch aus 😉 – eigentlich kein schlechter Traum, denn so ist das eben, wenn man das Beste in die Ecke stellt, der Rest kann eben nicht besser sein XD Den ganzen restlichen Tag freute ich mich auf das bevorstehende treffen, das diesesmal schon am frühen Nachmittag beginnen sollte …
Es war mir eigentlich schon beim losfahren klar, dass ich nicht pünktlich kommen würde, obwohl ich massig Zeit eingeplant hatte – ich hatte mich verfahren… das war ja vorhersehbar gewesen… ich kam also mal wieder zu spät, er nahm es mir aber nicht übel. Wieder gab es eine freudige Umarmung und wir schlenderten zusammen zu der großen Brunnenanlage ganz in der Nähe des Hotels und setzten uns auf eine Bank. Er erzählte mir von seinem lehrreichen Tag, den neuen Technik must haves und aktuellen Erkenntnissen. Als es begann zu regnen, entschieden wir uns dazu, in dem nahe gelegenen Shoppingcenter einen Eisbecher zu essen…

OMG war der schön riesig und da waren zufällig sogar Luftbläschen in Herzform drin XD mega lecker war er natürlich auch noch, nicht zuletzt, weil das Gespräch mal wieder super war 😉

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Nachdem wir den Kampf gegen den Eisberg ( guut für ihn wars eher ein Snack XD) gewonnen hatten, düdelten wir arm in arm aus dem Kaufhaus in die Bahn und fuhren in den englischen Garten. Auf dem Weg, hatte ich Zeit die Sommersprossen in seinem Gesicht zu bewundern, denn via Skype kann ich die leider nicht sehen… Ich hätte mir gewünscht, dass diese wunderbaren Pünktchen Wunschpunkte wären, so wie die des Sams … nur eben nicht blau, viel hätte ich mir gewünscht, ein Wunsch wäre gewesen seine Heimatstadt auszugraben und näher in Richtung München zu verschieben … ob dafür wohl die Wunschkraft gereicht hätte ? … bevor ich zu einer Antwort auf diese Frage kam und ob seine Augen blau, grün oder grau, oooder alles zusammen waren, stiegen wir auch schon aus und waren angekommen. …Ich hatte schon oft von diesem Ort geschwärmt, aber ich glaube nicht, dass er so einen großen schöönen Park erwartet hätte. Wir legten uns auf ein … zu kleines… Tüchlein, das ich mitgenommen hatte und das obwohl Thunnys in freier Wildbahn sehr sonnenscheu sind.

Wie gut, dass ich mitgedacht hatte, und einen Bikini unter mein Kleid gezogen hatte, so musste ich nicht in meinen Klamotten schwitzen 😉 Ich genoss diese Hitze und die Tatsache, dass ich endlich mal wieder eine Person gefunden hatte, mit der ich sowohl aufgedreht quasseln konnte als auch einfach einmal still sein konnte, ohne eine peinliche Pause entstehen zu lassen 😉 Genau wie ihm, geht es mir auch im Nachhinein, ich weiß nicht genau wie es dazu kam aber irgendwann hatte ich mich entschlossen, den unbequemen Boden zu verlassen, zum Sonnenschutz Thunnys zu werden und mich auf seinen Rücken zu legen …

Zusammen beobachteten wir die Gänse, wie sie auf uns zu kamen, langsam aber sicher 😉 wir schmiedeten Pläne, die ein oder andere zu rupfen und zu verspeisen, während ich ihm durch die kurzen Haare wuschelte. Ein Bild an das ich mich noch genau erinnere ist in dem Moment entstanden, indem wir unsere Hände verschränkten und die Wiese an manchen Stellen ihre Grashalme zwischen unsere Finger fädelte… Diese wenigen Stunden kann man gut und gerne als perfekt bezeichnen, Ich hatte mir schon einige Szenaren ausgemalt, in denen alles gut lief… aber keines kam an das wahre Erlebnis ran.. Sein Herz schlug rhythmisch und man konnte spüren wie er ruhig atmete… Bis …. *WAUWAUWAUWAU* Ein Hund hatte begonnen die gefühlt 300 Gänse zu jagen, die sich daraufhin alle gleichzeitig in die Luft erhoben und dicht über unsere Köpfe hinwegsegelten. Ich quietschte ein wenig und versuchte mich zu bücken, doch das ist natürlich schwer, wenn man schon am Boden liegt …^^

Ein paar Stunden später, nachdem ich ihn ab und zu aus dem Schatten in die Sonne gezogen hatte (XD) beschlossen wir den Abend mit einem Essen abzurunden  ( Essen rundet einfach alles ab XP) Wir trudelten im „Hans im Glück ein“, und aßen – was wohl- Burger… ich bin ja papp satt geworden… im Gegensatz zu ihm, er war vom Essen sogar noch hungriger geworden …

Der Abend neigte sich unumgänglich dem Ende zu … so fuhren wir zurück zum Hotel, holten seinen Koffer ab und steuerten Richtung Hauptbahnhof… Auf dem Weg trafen wir noch auf das neue, noch unentdeckte Schauspieler Team von RTL  ;P Zwei Mädels, die irgendetwas seltsames geraucht hatten, pöbelten ein Päärchen und nen Kerl an, wobei sie bekannt gaben, die 3 zu kennen… lustig nur dass die 3 überhaupt nicht wussten wer die Mädels waren … Sie redeten über die Bettgeschichten die hier anscheinend jeder schon mit jedem gehabt hatte … “ Normalerweise schalte ich immer um wenn sowas im Fernsehen kommt“ sagte ich zu Thunny und suchte geistig nach einer Lösung, bis er sie aussprach “ Gott lass Hirne regnen, oder Steine – ABER TU WAS!“ Ja das war sehr zutreffend …  dann mussten wir noch schnell mit den Spinnerinnen U-Bahn fahren, weil sie uns ein wenig anhänglich geworden waren …  Sie stiegen aus und wir nutzten die letzten ruhigen Minuten um noch ein letztes mal zu kuscheln … Ich weiß nicht ob ich darüber glücklich oder traurig bin… es ist eine Mischung, zum einen bin ich sehr glücklich darüber, da er mal wieder einen Tag bereicherte… zum anderen macht es mich ein wenig hm sehnsüchtig oder eher nachdenklich, weil ich diese Momente so sehr vermisse …

Ich fühlte mich nicht gerade wohl, als wir am Bahnhof ankamen, doch ich konnte daran ja sowieso nichts ändern… die Bahn kam und trennte uns für eine all zu lange Zeit … zuvor lagen wir uns noch ewig in den Armen, ein letztes Mal konzentrierte ich mich auf all die Eindrücke, die er mir bot.. Ein Freund, der mich so behandel, der mich so zum guten ändert, unterstützt und kritisiert… das ist etwas besonderes… Beim Schreiben dieser Zeilen, wird mir wieder genau so mulmig zu Mute, wie zu diesem Zeitpunkt…. Ein einziges Tränchen lies mir den Blick verschwimmen, der einzige Grund, nicht wirklich loszuweinen, war wohl die selbe Gewissheit, die ich vor unserem Treffen hatte, dieses Gefühl von “ es ist nicht vorbei, es ist nie vorbei“ … Er streichelte liebevoll über meinen Kopf, und ich prägte mir ein letztes Mal jeden einzelnen seiner Wunschpunkte ein … Dann stieg er in den Zug… der Logführer schlug mir ernsthaft vor, doch einfach mit zu fahren, aber auch, wenn ich nichts lieber getan hätte als das, wusste ich, dass es nicht sehr kug für mich gewesen wäre …

Ich drehte mich um, nachdem er im Zug verschwunden war und blickte nicht mehr zurück, viel zu konzentriert war ich darauf, nicht aus zusehen wie ein Trauerklos ….

Ich setzte mich in meine Bahn, auf den Weg nachhause… ich schloss die Augen und träumte die letzten zwei Tage ein paar Mal durch… dann tat mein Herz einen fürchterlichen Stich…Ich hatte etwas Wichtiges vergessen…

Ich hatte ihm nicht persönlich gesagt, dass ich ihn wirklich lieb habe…

Also sehe das als Nachholversuch:

Ich hab dich lieb ;* Danke für die wunderschöne Zeit meine Matratze 😉

Lg

Melli

Ps.: Für die tapferen Leser, die es bis hier hin geschafft haben, hier kommt ih auf die Version von diesem Sagen umwobenen Thunny ;P

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4 Gedanken zu “Wunschpunkte

  1. […] 2 tolle Parties – “schon wieder Gelovezoned” – Ein Treffen, zudem ich momentan noch nicht viel sagen kann, außer, dass ich mich darauf freue – 20 Dinge die ich im Leben gemacht haben will – 2 Orte die ich bereisen will – […]

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