Das leichte Beenden

Ich frage mich manchmal, warum ich so gut zurecht komme mit dem Beenden. nicht nur auf die kaputt gegangene Beziehung bezogen, sondern auch auf Menschen, die gehen, ohne Grund, auch auf Regelmäßigkeiten die verschwinden… Ich habe früher immer begonnen zu hassen, das erleichtert so viel, durch den Hass fällt es nicht schwer etwas zu beenden, es fällt nur schwer auf etwas positiv zurück zu blicken …Das hat sich geändert… Ich hasse zwar noch immer, – das werde ich vermutlich immer- doch in manchen Fällen beende ich etwas, ohne viel Schmerz und mit der Möglichkeit positiv zurück zu sehen… Vielleicht einfach weil ich es langsam einfach gewöhnt bin, dass die Menschen in deinem Leben kommen und gehen, sie sind wie Strömungen im Meer, es handelt sich zwar immer um den gleichen Strom in dem man schwimmt, aber trotzdem ist jeder Tropfen ein anderer… Irgendwann lernt man einfach, das man sich nur auf sich selbst und einen Teil der Familie verlassen kann. Das ist wirklich etwas was man schnell verstehen sollte, man erspart sich so viel Ärger… Ich fand die langjährige Freundschaft super, aber wenn ich mich für eine abgesagte Party auf die Knie werfen soll, dann endet der Spaß… Ich habe mich gerne Entschuldigt, gern 1 mal, gern 2mal oder auch 3 mal, aber wenn dann einfach null zu bessern ist, dann weiß man, entweder man versklavt sich, oder die Person soll sich einfach selbst durchschlagen… Ich bin gut im selbst durchschlagen, deshalb hab ich damit auch kein Problem… es ist trotzdem etwas schade, dass all meine guten Seiten nicht mehr zählen, wenn ich einen kleinen Fehler mache, nicht einmal wenn ich mich wirklich mit Herzblut entschuldige. So sind die Menschen, unverständlich. Der Mensch, den ich verstehe, der muss erst noch geboren werden… Genauso ist es mit meinem Ex… die Beziehung war nicht nur schlecht, genauer genommen war sie ziemlich schön… glaube ich, ist ja meine erste gewesen… doch wenn ich zwei Mal rausgeschmissen werde, weil er meint, er müsse sein Leben ändern, dann hindere ich ihn auch nicht mehr daran.  Wenn er meint, ich müsse noch so viel erleben, bevor ich ihn (ja sowieso) heirate *dahatjemandabervieloptimismus*… dann soll er das denken… ich renne niemandem hinterher, der mich nicht will, das ist nicht mein Ding… Vielleicht kann man es als eingebildet bezeichnen, aber ich rechne immer damit, dass es etwas Besseres gibt, etwas, was mich verdient hat… das ist meine Interpretation von Optimismus… wenn er geht, weil er sagt, ich hätte etwas Besseres verdient, dann wird er damit schon recht haben… nur das sagen sie wohl alle, wenn sie nicht wissen, was sie sagen sollen… in 4 Tagen gibt es eine Entscheidung zu verkünden… Was wird mit uns passieren? Ich kenne die Antwort schon Wochen… wir leben nebeneinander her, auf verschiedenen Wegen, ohne uns zu vergessen, aber ich zu mindestens werde meinen Weg weiter gehen, ohne immer nur zu jammern, dass ich mal etwas so schönes hatte… das kann man immer sagen … es ist wie der Heimweg aus dem Urlaub… man ist wieder in der stumpfen Welt wo man vorher war und trotzdem ist es ein vertrautes Heim, mit dem man schon Alles erlebt hat. Wäre der Urlaub denn schön, wenn man immer dort wäre? Nein… und das ist der Grund, warum es Tiefen geben muss… damit wir die Höhen genießen können… und gegen das verlorene Gefühl in dieser Tiefe kann man eben nur eins tun… sich bewusst machen, dass es momentan nun mal so ist, man aber mit dem Willen und dem Mut, wieder da hin kommen kann, wo man mal war… oder vielleicht sogar noch weiter ^^ So weit wie man eben Will um genau zu sein… Bis jetzt hat sich diese Regel in meinem Leben bestätigt… und gerade jetzt weiß ich, dass es gut war wie alles war… dass es in der Grundschule super war, dass es ab dann ein paar lange Jahre die Hölle war, dass meine schlechten Mitmenschen mir gelehrt haben immer wieder aufzustehen, dass ich meinen Ex Freund kennengelernt habe, dass meine Freunde gekommen und gegangen sind, dass die Liebe verschwunden ist und, dass ich weiß, dass es sich immer lohnt wieder aufzustehen, dem Feind ins Auge zu sehen und dann durch den Mist zu schreiten, wie es die Würde verlangt.

Das ist eben ds Leben, eine reine Veränderung von Umständen… Wer keine Veränderung will, sollte sich auf das Grab freuen, denn da ist die Veränderung gewiss minimal … Ich will zwar auch nicht alle Arten von Veränderung, aber aktiv etwas gegen den Zufall zu tun ist doch etwas schwierig ^^

Ich glaube und hoffe sehr, dass ich wirklich so gut umgehen kann mit all den Umständen und das nicht einfach vor mir hin schiebe, denn dann hätte irgendwann die Alpen vor mir aufgeschüttet und dann hätte ich eine neue ungewollte Herausforderung ^^

lg

Melli

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